„Stürmt die Burg“ und „Open Tower“ 2026
: Musik, Kultur und kreative Ideen

Das Sommerfestival „Stürmt die Burg“ bietet ab Donnerstag ein abwechslungsreiches Programm auf der Wilhelmsburg. Der Kehlturm wird wieder zum Zukunftslabor.
Von
Kristina Schmidl
Ulm
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Stürmt die Burg

„Stürmt die Burg“ macht die Wilhelmsburg ab Donnerstag, 23. Juli 2026, wieder zum Anziehungspunkt für Kulturfreunde.

Nadja Wollinsky/Stadt Ulm
  • „Stürmt die Burg“ startet am Donnerstag, 23. Juli 2026, auf der Ulmer Wilhelmsburg.
  • Der Kehlturm wird als „Open Tower 2.0“ zum Zukunftslabor mit 25 Projekten geöffnet.
  • Festival läuft bis 9. August mit Konzerten, Workshops, Kinderprogramm und freiem Eintritt.
  • Highlights: Popbastion-Abend am 1. August, Miu-„Szenebeben“ am 7. August, diverse Acts.
  • Öffnungszeiten und Shuttlebus sind geregelt – Parken vor Ort ist nicht möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Laue Sommerabende mit einem breit aufgestellten Kultur- und Musikprogramm gibt es an den kommenden drei Wochenenden wieder auf der Wilhelmsburg zu erleben: Am Donnerstag (23. Juli 2026) geht das beliebte Festival „Stürmt die Burg“, das die Kulturabteilung der Stadt Ulm in diesem Jahr bereits zum neunten Mal veranstaltet, in die nächste Runde. Der Eintritt ist wie immer frei.

Und wie bei der Premiere des Projekts „Open Tower“ im Sommer 2024 wird der Kehlturm auch diesmal zu einem offenen Ort für Kunst, Kreativität, Begegnung und Experimente. Durch die temporäre Ansiedlung einer bunten Mischung aus Showrooms, Werkstätten, Ateliers und wissenschaftlichen sowie kreativen Austauschräumen wird er erneut zum Arbeitsort und Marktplatz einer kreativen und zukunftsorientierten Community mit offenen Türen.

Festivalbesucherinnen und -besucher können sich im „Open Tower 2.0“ über einen spiralförmig angelegten Gang, von dem die Zimmer abgehen, durch den Turm bis hinauf zur Dachterrasse treiben lassen und in jedem Raum eine neue Überraschung erleben: Installationen, offene Ateliers, Workshops, Ausstellungen und partizipativen Formate. Oben angelangt, lädt Ulms höchste Rooftop-Bar dazu ein, bei einem Kaltgetränk den großartigen Blick vom Michelsberg über die Stadt zu genießen.

Wie 2024 in der ersten „Open Tower“-Testphase, in der der Kehlturm laut Projektleiter Moritz Gombert an drei Wochenenden überwältigende 12.500 Menschen angezogen hat, sind auch diesmal alle Räume belegt: Insgesamt präsentieren sich 25 Projekte. 40 Prozent der Teilnehmer waren vor zwei Jahren schon dabei, denn der „Open Tower“ ist langfristig angelegt und geht jetzt in die nächste Entwicklungsphase. „Wir verstehen ihn nicht als Zwischennutzung, sondern als nachhaltiges Zukunftslabor, in dem wir verwertbare Daten für den passgenauen Ausbau für eine Dauernutzung generieren wollen“, sagt Gombert. Ab 2028 soll der Kehlturm voll vermietet sein.

Möbel aus Skateboards und Kunst aus echten Blumen

Ein Mieter hat sich schon angemeldet: Jens Gramer, der in Ulm viele Jahre den Skate- und Snowboardladen Fifty-Eight betrieben hat. Im „Open Tower“ schenkt er ausrangierten Boards ein neues Leben, indem er daraus ausgefallene Möbel und Wohnaccessoires fertigt. Jedes davon ist ein Unikat mit Geschichte und Charakter. „Ich war 2024 schon dabei und bin ganz begeistert von dem Vibe im ,Open Tower', vom kreativen Austausch mit den anderen und natürlich von diesem ganz besonderen Ort“, schwärmt er.

Jens Gramer

Jens Gramer schenkt ausrangierten Skate- und Snowboards im „Open Tower“ ein neues Leben, indem er aus ihnen Möbel und Wohnacessoires baut.

Kristina Schmidl

90 Prozent der Teilnehmer stammen aus der Region. Unter ihnen die Memminger Künstlerin Yulia Kazler, die in ihren Arbeiten mittels Pflanzen botanische Motive detailgetreu in Gips verewigt. „Ich habe schon lange nach einem schönen Atelier gesucht und freue mich, im Kehlturm nun Workshops anbieten zu können, in denen die Teilnehmer ihre Kreativität stärken und sich dabei entspannen können – achtsam und im Einklang mit der Natur“, sagt die junge Frau.

Yulia Kazler

Die Memminger Künstlerin Yulia Kazler präsentiert sich zum ersten Mal im „Open Tower“ und gibt Workshops, in denen Kunst und Natur Hand in Hand gehen.

Kristina Schmidl

Neu ist in diesem Jahr, dass der „Open Tower“ über „Stürmt die Burg“ hinausgeht: Er ist auch am 11. September, 9. Oktober und 20. November, jeweils von 18 bis 22.30 Uhr, geöffnet. Außerdem gibt es zwei besondere Abende: den Halloween Tower am 31. Oktober von 16 bis 24 Uhr und den Christmas Tower vom 4. bis zum 6. Dezember, jeweils von 15 bis 22 Uhr.

Doch zurück zum Sommerfestival: Eröffnet wird es am Donnerstagabend (23. Juli) von Kulturbürgermeisterin Iris Mann und mit einem Konzert der Funk-Pop-Band Fatcat im Innenhof der Wilhelmsburg. „Wir hoffen, dass wir durch unser buntes Programm, für das wir mit der Ulmer Kulturszene kooperieren, ein möglichst diverses Publikum anziehen“, sagt Sabine Schwarzenböck, die Leiterin des städtischen Kulturamts.

Als Höhepunkte hebt sie den Konzertabend mit drei Bands aus der Region (Motel Erb, Sofiko und Shimmer) hervor, den die Popbastion am 1. August auf der Bühne im Innenhof der Festung organisiert. Außerdem den „Szenebeben“-Abend der Musikinitiative Ulm (Miu), die am 7. August lokalen Bands von Pop über Rock bis hin zu Folk eine Bühne bietet. Persönlich freue sie sich besonders auf den Auftritt von Annika Dietmann, der Förderpreisträgerin Junge Ulmer Kunst in der Kategorie Pop, am 26. Juli sowie auf Bastard-Pop der Gruppe Rainer von Vielen (6. August), HipHop von Yunus (24. Juli) und Rap von Chabezo (8. August). Großer Beliebtheit erfreue sich auch immer das sonntägliche Kinderprogramm mit einem großen Mitmachangebot.

Nachhaltigkeit spielt bei „Stürmt die Burg“ eine bedeutende Rolle. Passend dazu bietet Silke Debler im Westflügel der Festung ein T-Shirt-Lab an: Sie verwandelt gebrauchte T-Shirts in eine textile Kunstinstallation und lädt Besucher dazu ein, sich kreativ mit dem Wert von Kleidung auseinanderzusetzen. Außerdem können die Besucher selbst T-Shirts mitbringen und individuell gestalten.

Öffnungszeiten, Anreise und Gastro

„Stürmt die Burg“ und der „Open Tower“ sind vom 23. Juli bis zum 9. August donnerstags von 17 bis 23 Uhr, freitags von 17 bis 24 Uhr und sonntags von 14 bis 21 Uhr geöffnet.
Für ein vielfältiges gastronomisches Angebot sorgt das s’Prittwitz sowie verschiedene Foodtrucks.
Für eine bequeme Anreise steht ein kostenloser Shuttlebus zur Verfügung, der regelmäßig vom Hans-und-Sophie-Scholl-Platz zur Wilhelmsburg und zurück fährt. Alternativ ist die Burg auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zu Fuß erreichbar. Parkmöglichkeiten direkt vor Ort sind nicht vorhanden.

Weitere Infos und das detaillierte Programm gibt es unter die-wilhelmsburg.de.