Obstwiesenfestival 2024
: Umsonst & draußen – zum 30. Mal OWF

Vom 15. bis 17. August 2024 feiert das Obstwiesenfestival ein Jubiläum. Chef-Organisator Michael Gugelfuß verrät seine Tipps für das Open Air in Dornstadt.
Von
Valerie Zöllner
Dornstadt
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Die oberschwäbischen Rikas hoben am Samstag die Stimmungskurve beim Obstwiesenfestival massiv an. ⇥

Die oberschwäbischen Rikas hoben am Samstag die Stimmungskurve beim Obstwiesenfestival massiv an.

Volles Gelände, tolle Stimmung: So wie hier 2022 mit der Band Rikas wünschen sich die Organisatoren die 30. Ausgabe des Obstwiesenfestivals.

Udo Eberl

Das Line-up steht, die Vorfreude ist groß. Optimal, um auf die 30. Ausgabe des Open Airs anzustoßen! Mit welchem Getränk ist die eine Frage, viel wichtiger aber: Welche Band sollte beim Glückwunsch ans Obstwiesenfestival (OWF) im Hintergrund laufen? Michael Gugelfuß, der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins, kümmert sich um sehr viel – aber vor allem um die Musik. Zu welchen Bands würde er anstoßen?

„Mein persönliches Highlight im Zelt wird The Slow Show, am Samstag um 21.35 Uhr. Das ist eine tolle britische Band, die wir bereits 2018 bei uns hatten. Künstlerisch wertvoll und wirklich super“, sagt Gugelfuß. „Der Bandname ist auf jeden Fall Programm — es wird slow. Aber sie kann richtig in ihren Bann ziehen. Aber ja, was soll ich sagen, ist auch eine meiner Lieblingsbands“, gesteht er und lacht.

Und ein Geheimtipp? „Entweder Sextile oder Milleniumkid“, sagt Gugelfuß und überlegt. „Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann Sextile, Freitagnacht um 1 Uhr im Zelt.“ Etwas mehr Party, zwischendurch die Seele baumeln lassen, so beschreibt Gugelfuß die amerikanische Indieband. Durch die verschiedenen Genreeinflüsse seien Sextile ein bisschen tanzbarer – ein perfekter Gegenpol zu Team Scheisse (Punkrock, Freitagnacht, 0.20 Uhr, Hauptbühne).

„Cheers“ auf der Hauptbühne beim OWF!

Eine angesagte englische Band mit charismatischer Frontfrau? Das klingt nach English Teacher, „mein Geheimtipp für die große Bühne, Freitag, 20.55 Uhr“, verrät Gugelfuß. „Die machen gute Stimmung und das wird sicher ein Erlebnis. Vor kurzem haben English Teacher eine erfolgreiche Tour in Amerika gespielt. Vermutlich wird man die deshalb in Ulm auch nicht so schnell wieder sehen.“

Das ganz persönliche Highlight für den Booker wird die britische Band Circa Waves. „Die wollten wir schon so lange für das Obstwiesenfestival — und jetzt hat es endlich geklappt!“, sagt er freudig. Mit ihrem Indie-Rock würden diese auch nochmal schön den musikalischen Schwerpunkt des Festivals verkörpern (Samstagnacht, 0.15 Uhr, Hauptbühne).

Einen etwas größeren Bekanntheitsgrad dürfte am Freitagabend der Liedermacher Olli Schulz haben. Selbiges gilt für König Boris am Samstagabend, der früher bei der Band Fettes Brot am Mikrofon stand. Beide Acts spielen auf der Hauptbühne, jeweils um 22.25 Uhr.

„Salute e Cin Cin!“ auf der neuen Garden-Stage!

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys kommen am Freitagabend zum Obstwiesenfestival nur zu zweit. Das Line-up verrät allerdings nicht, wo genau das Duo um 19.45 Uhr auftreten wird. „Das liegt daran, dass wir eine neue Bühne haben“, verrät Gugelfuß und lacht. „Eine Obstwiesenfestival Garden-Stage, die das Duo einweihen wird. Es wird sehr familiär, intensiv und publikumsnah im Obstlergarten-Aperol-Umfeld — wir freuen uns!“

Die Italo-Popper sind natürlich ein Highlight — aber kein Geheimtipp mehr. Das gilt auch für die populären Django 3000, die am Donnerstag um 20.15 Uhr auf der Hauptbühne spielen und den Weg für den darauffolgenden Film „Caveman“ (21.30 Uhr) bereiten.

Ablauf und weiteres zum Obstwiesenfestival

Donnerstag: Filmnacht, Einlass 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr.

Freitag: Einlass 16.15 Uhr, Beginn 16.30 Uhr.

Samstag: Einlass 10.30 Uhr, Beginn 11 Uhr.

Frühschoppen mit Blasmusik am Samstag, ab 11 Uhr im Obstlergarten auf dem Gelände.

Yoga auf dem Festivalgelände, Freitag und Samstag jeweils 11 Uhr.

Für den Festival-Nachwuchs: Samstagnachmittag ab 13.30 Uhr Überraschung

Der Eintritt ist frei, für das Parken und Zelten vor Ort wird jeweils eine Gebühr erhoben.

Zum ersten Mal fand das Festival 1990 statt, seit 1996 sogar jährlich. 2018 besuchten circa 22.000 Besucherinnen und Besucher das Obstwiesenfestival, damit gehört es zu den größten Umsonst-und-Draußen-Festivals.