Neubau der SÜDWEST PRESSE: So entsteht jetzt das neue Medienhaus der NPG mitten in Ulm
Ein Haus der kurzen Wege und der schnellen Kommunikation, ein Stück zeitgemäße Architektur direkt am Altstadtring und dazu ein klares Bekenntnis zum Standort Ulm: Die Rede ist vom neuen Medienhaus der Neuen Pressegesellschaft (NPG), das derzeit an der Olgastraße entsteht.
Vor einem Jahr gab es reichlich Lobesworte und grünes Licht vom Bauausschuss des Gemeinderats. Seitdem ist viel passiert – die große Baugrube ist das sichtbarste Indiz dafür, dass das Projekt voranschreitet.
Lange Jahre war das Areal zwischen dem bisherigen Verlagshaus am Olgaplatz und der Hem-Tankstelle vor allem als Firmenparkplatz genutzt worden. 2022 sind dort eine Garagenhalle und ein altes Wohngebäude abgerissen worden, und auf dem Grundstück, das der NPG gehört, haben sich die Baggerfahrer ans Werk gemacht.
Aktuell ist die NPG auf mehrere Standorte in Ulm verteilt. „Für unser Medienhaus, für eine zukunftsfähige Form des Arbeitens, sind schnelle Kommunikation und kurze Wege sehr wichtig“, erläutert NPG-Geschäftsführer Andreas Simmet den Hintergrund des Vorhabens. „Diese Anforderung war Teil des Wettbewerbs und spiegelt sich nun in der Gebäudestruktur und Erschließung wider.“
Die Pläne stammen von den renommierten, international aufgestellten Allmann Wappner Architekten aus München. Der Entwurf sieht ein stattliches Rechteck vor, das durch eine auffällige diagonale Erschließung aufgebrochen wird.
Tiefgarage auf zwei Ebenen
Das Medienhaus wird fünf Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss haben. Die Höhe orientiert sich an der nördlich angrenzenden Wohnbebauung in der Kepler- und Carl-Ebner-Straße. Eine Tiefgarage wird 121 Parkplätze auf zwei Ebenen bieten. Deren Ein- und Ausfahrt wird über die Carl-Ebner-Straße führen, nicht über die viel befahrene Olgastraße.
An der wiederum soll eine Arkade entstehen: Das Erdgeschoss wird von der Grundstücksgrenze um rund zwei Meter zurückversetzt, um einen entsprechend breiten Gehweg zu bekommen. Das Gebäude springt ab dem ersten Obergeschoss wieder auf die Grundstücksgrenze. Das Dach soll großflächig begrünt werden, eine Fotovoltaik-Anlage ist ebenso vorgesehen.
Bedarfsgerecht, zukunftsfähig, repräsentativ und identitätsstiftend: Mit dem neuen Medienhaus wird die NPG dann kompakt in einem Gebäude untergebracht sein, mit vielen horizontalen und vertikalen Verknüpfungen, mit kurzen Wegen zwischen den Abteilungen. „Mit verschiedenen Arbeitsplatzangeboten entsteht dort eine moderne Arbeitswelt“, sagt Simmet.
Zudem können in dem Neubau „Wachstumsziele abgebildet werden“. In einem ersten Setup werden Teile des Gebäudes auch vermietet – es bietet „sehr flächeneffiziente Grundrisse“, zudem können Mieter Konferenzebene und Atrium mitnutzen.
Konstruktive Abstimmung mit der Stadt
Das aktuelle Erscheinungsbild des Bauprojekts ist „nahe am Entwurf“ erläutert Projektleiter Stefan Häußler. Mit der Stadt Ulm habe es einen „durchaus intensiven, aber immer sehr konstruktiven Abstimmungsprozess“ gegeben, der zu einem „guten, ausgewogenen Planungsergebnis“ geführt habe. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.
Aktuell laufen Arbeiten an der Baugrube, diese sollen bis November andauern – auch wird zeitnah eine Expertise des Landesamts für Denkmalpflege zur archäologischen Situation auf dem Areal erwartet.
Je nach Witterung sollen dann zum Jahresende die Arbeiten zur Gründung und zum Rohbau anknüpfen. Derzeit läuft die Vorbereitung der Vergabe für den Rohbau und für den Generalunternehmer. Fertiggestellt sein soll das neue Ulmer Medienhaus Ende 2025.
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Vollgeschosse und dazu ein Staffelgeschoss: So hoch wird das neue Medienhaus der Neuen Pressegesellschaft werden.


