Musik am Münster 2025: Bach in Ulm in vielen Facetten

Johann Sebastian Bach im Ulmer Münster als Säulenheiliger der Kirchenmusik: Friedemann Johannes Wieland dirigiert 2025 seine größten Werke.
Foto: Matthias Kessler- Musik am Münster 2025 startet an Karfreitag mit Bachs Matthäuspassion in der Pauluskirche.
- „Punkt 12“-Orgelmusikandacht künftig sonntags, große Orgelkonzerte gestrichen.
- Internationaler Orgelsommer mit Yu Sasaki im September.
- Abschied von Stephanie Dinkelaker mit „Paul Pinguin will's wissen“.
- Jahresabschluss mit Bachs Weihnachtsoratorium in verschiedenen Facetten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Die beiden größten Werke der Kirchenmusik“ parallel zu proben, das sei ja nun eine großartige Herausforderung. Münsterkantor Friedemann Johannes Wieland hat sich den Säulenheiligen Johann Sebastian Bach vorgenommen – zunächst steht, an Karfreitag, 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu, eine Aufführung der Matthäuspassion auf dem Programm, und zwar in der Pauluskirche: mit dem Motettenchor der Münsterkantorei (und Sängerinnen und Sängern aus dem Jugendchor und dem Schubartchor) sowie dem Karlsruher Barockorchester und hervorragenden Solisten.
Und schon am 3. Mai, 19 Uhr, dirigiert Wieland die h-Moll-Messe – im Chorraum des Münsters, wobei es auch Hörerplätze im Hauptschiff gibt. Mehr geht nicht, die Baustellensituation im Münster hat sich nicht verändert, ein neues Schutzgerüst soll erst Anfang 2026 aufgestellt werden. Dann wäre, mit ausgebauten Querbänken, im Hauptschiff eine Konzertfläche für rund 500 Zuhörer möglich, sagt Wieland. Bachs h-Moll-Messe musiziert er mit dem Vokalensemble Ulmer Münster und auch mit dem Herdemer Vokalensemble Freiburg; dort, in der Christuskirche, wird es anderntags eine Wiederholung geben.
Traditionell mit dem Karfreitags-Gottesdienst beginnt das kirchenmusikalische Jahresprogramm, morgens um 9.30 Uhr schon singt der Motettenchor Choräle aus der Matthäuspassion. Die vor allem auch bei Touristen beliebte, halbstündige Orgelmusikandacht „Punkt 12“ mit Wort und Musik zur Mittagszeit startet am 3. Mai und findet künftig von Dienstag bis Sonntag statt. Die großen sonntäglichen Orgelkonzerte sind gestrichen, auch aus Kostengründen. Allerdings hat Wieland einen „Internationalen Orgelsommer“ konzipiert, so spielt Yu Sasaki am 12. September im Gedenken an „80 Jahre Hiroshima“ den Abend „Aus Not zur Hoffnung“.
Mit vielen Klangfarben
Was das Jahresprogramm noch so bietet: Kantatengottesdienste, weitere Konzerte der Reihe „Klangfarben“ im Chorraum, einen Abend mit Musik und Texten von Dietrich Bonhoeffer („Wunderbar geborgen“) oder eine „Late Night“ mit Klängen und Illumination. Mit einem Familienkonzert und einer Aufführung von Gerhard A. Meyers „Paul Pinguin will's wissen“ verabschiedet sich Stephanie Dinkelaker als Leiterin der Kinderkantorei (5. Juli). Im Schwörkonzert am 19. Juli dirigiert Wieland in der Pauluskirche Haydns Oratorium „Die Schöpfung“. Das musikalische Jahr endet mit Bachs Weihnachtsoratorium in vielen Facetten, für alle: mit einer Aufführung der Kantaten eins bis drei in der Pauluskirche (20. Dezember), mit Michael Gusenbauers Version für Kinder und mit einem Kantatengottesdienst im Münster.
