„klassisch!“ in Ulm
: Opus 13 spielen das Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“

Das norwegisch-schwedische Ensemble Opus 13 gewann 2025 den Streichquartett-Wettbewerb in Bordeaux und gastiert am 27. Februar 2026 im Ulmer Stadthaus.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Opus 13 spielt in der  Reihe "klassisch!" im Ulmer Stadthaus

Opus 13 gastiert am 27. Februar 2026 in der Reihe „klassisch!“ im Ulmer Stadthaus.

Elvira Göhre
  • Opus 13 gastiert am 27. Februar 2026 in der Reihe „klassisch!“ im Ulmer Stadthaus.
  • Auf dem Programm: Mendelssohns Opus 13 und Schuberts „Der Tod und das Mädchen“.
  • Außerdem: Britta Byströms Quartett „Images From the Floating World“.
  • Ensemble aus Oslo/Stockholm: Welde, Erdal, Uusijärvi, Thorell, mit historischen Instrumenten.
  • Tickets im Vorverkauf: Tourist-Info Stadthaus, Reservix und unter swp.de/ticketshop.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie nennen sich „Opus 13“. Und sie spielen am kommenden Freitag (27. Februar 2026) im Ulmer Stadthaus auch ein Opus 13 – nämlich das 2. Streichquartett a-Moll des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy, nach dem sie sich benannt haben. „In dieser Musik steckt jugendliche Leidenschaft, sie klingt enorm emotional“, sagt der Cellist Daniel Thorell. Das vielfach preisgekrönte norwegisch-schwedische Ensemble Opus 13, das im vergangenen Jahr den Internationalen Streichquartett-Wettbewerb von Bordeaux gewonnen hat, gastiert jetzt in der Kammermusik-Reihe „klassisch!“.

Aus Oslo und Stockholm kommen Sonoko Miriam Welde (mit einer Violine von Stradivari), Edvard Erdal (Storioni-Geige), Albin Uusijärvi (Bratsche) und Daniel Thorell (Gagliano-Cello) – und sie bringen auch das Werk einer erfolgreichen schwedischen Komponistin mit: Britta Byström (geboren 1977). So haben etwa 2024 die Philharmoniker der Königlichen Oper Stockholm und das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert (er ist der Chefdirigent beider Klangkörper) das Janine Jansen gewidmete Violinkonzert uraufgeführt.

Klangsinnlich moderner Impressionismus: Opus 13 spielen in Ulm Byströms Streichquartett „Images From the Floating World“ (Bilder der fließenden Welt). Das Werk ist inspiriert von japanischen Holzschnitten: von Ukiyo-e, einer Kunstform, die auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. „Wir lieben die vielen, schnell wechselnden Stimmungen, einige Sätze sind sehr verträumt und meditativ, andere eher kraftvoll und dramatisch“, sagt Thorell.

Hoch emotionales Schubert-Streichquartett

Im Mittelpunkt des Abends aber steht eines der berühmtesten Kammermusik-Werke: Franz Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“. Der Wiener schuf es 1824 und griff dabei für den 2. Satz auf ein Lied zurück, das er nach dem gleichnamigen Gedicht von Matthias Claudius komponiert hatte. „Vorüber! Ach vorüber/ Geh wilder Knochenmann!/ Ich bin noch jung, geh Lieber!/ Und rühre mich nicht an“, fleht das Mädchen. Aber der Tod lockt sie: „Gib deine Hand, du schön und zart Gebild!/ Bin Freund, und komme nicht, zu strafen.“ Dieses Streichquartett reißt einen geradezu programmmusikalisch mit: berührt poetisch. Und es greift emotional an: wenn da etwa im 3. Satz, im Scherzo, klangbildlich der Schnitter das Messer wetzt. Das Ensemble Opus 13 sagt dazu: „Man spürt förmlich, dass es um Leben und Tod geht.“

Zu erleben am Freitag, 27. Februar, 20 Uhr, im „klassisch!“-Konzert im Stadthaus. Tickets im Vorverkauf: an der Tourist-Information im Ulmer Stadthaus, bei Reservix und unter swp.de/ticketshop