Donaufest Ulm/Neu-Ulm 2026
: Wildhorns spektakuläre „Donau-Symphonie“ jetzt mit der Stadtkapelle

Maßgeschneidert arrangiert für sinfonisches Blasorchester: Die Stadtkapelle Ulm spielt am 12. Juli 2026 im CCU auch noch die „Rhapsody in Blue“.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Franco Hänle leitet die Stadtkapelle Ulm und dirigiert auch das Konzert im CCU.

Franco Hänle führt mit der Stadtkapelle Ulm die „Donau-Symphonie“ auf.

Nadja Wollinsky
  • Abschluss des Internationalen Donaufests: Stadtkapelle Ulm spielt die „Donau-Symphonie“.
  • Termin im CCU am Sonntag, 19 Uhr (12. Juli 2026) – Fassung für sinfonisches Blasorchester.
  • Arrangement von Kim Scharnberg, neun Sätze, rund eine Stunde Musik.
  • Stilvielfalt von Sisi-Romantik bis Cinemascope-Bombast; „Lied für meinen Vater“ als Hommage.
  • Vorab erklingt Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit Julia Rinderle, dazu Schostakowitschs Ouvertüre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die „Donau-Symphonie“ von Frank Wildhorn – ja, das wäre natürlich auch ein spektakuläres Werk für das Deutsche Musikfest im vergangenen Jahr gewesen, meint Franco Hänle, der Dirigent der Stadtkapelle Ulm: eine ganz andere, klanggewaltige, emotionale „Sound Bridge“ am Donauufer. Jetzt aber, am Sonntag, 19 Uhr (12. Juli 2026), erklingt sie zum Abschluss des Internationalen Donaufests im CCU: in einer Fassung für sinfonisches Blasorchester.

Das war ein mitreißendes Open Air im Juli 2024 auf dem Münsterplatz vor 3500 Menschen gewesen, als die Wiener Symphoniker die „Donau Symphonie“ des US-Musicalkomponisten aufführten. Und es sollte eine Frage der Zeit sein, bis auch ein Ulmer Orchester dieses Stück adaptierte. Es sind aber nicht die Philharmoniker, es ist die Stadtkapelle, die mit rund 90  Musikerinnen und Musiker bei diesem von Donau 3 FM, Allgäu Concerts und dem Unternehmer Walter Feucht veranstalteten Konzert am Start ist. Kim Scharnberg, ein musikalischer Weggefährte Wildhorns, hat die Sinfonie arrangiert. Oder, wie Franco Hänle sagt, „maßgeschneidert“ für die Stadtkapelle: neun Sätze, rund eine Stunde Musik.

Von Sisi-Romantik und Klavierträumerei bis zum Cinemascope-Bombast ist alles drin in der „Donau-Symphonie“. Melodienschwelgerei und Attacke. Und das „Lied für meinen Vater“ ist nicht nur der persönlichste Satz Wildhorns – der Vater stammte aus Rumänien, die jüdische Familie war vor den Nationalsozialisten in die USA geflüchtet –, es ist eine Hommage an das alte Europa, die k.u.k.-Klassik, ebenso an die Weisen der Sinti und Roma. Moll-Sentimentalitäten, Csárdás, ein Ungarischen Tanz à la Brahms. Und wie lässt sich das alles übertragen auf ein sinfonisches Blasorchester?

Vorab Gershwins „Rhapsody in Blue“

„Kim Scharnberg ist mit einem solchen Klangkörper absolut vertraut. Er war selbst Posaunist im berühmten Eastman Wind Ensemble in New York“, zeigt sich Hänle begeistert. Im engen Austausch habe Scharnberg die Partitur orchestriert, zum Riesenaufgebot gehören zwei Kontrabässe, zwei Harfen. Den wichtigen Klavier-Part übernimmt die aus Memmingen stammende Julia Rinderle. „Wenn man schon auf die Pauke haut, dann richtig“, kommentiert Hänle die Wahl. Und so tritt die  renommierten Pianistin vor der Pause als Solistin der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin auf. Auch die „Festliche Ouvertüre“ von Dmitri Schostakowitsch (in der Be­ar­bei­tung von Do­nald Huns­ber­ger) steht auf dem Programm. Ein Riesenkonzert für die Stadtkapelle Ulm, deren Vereins- und Probenquartier, das Alte Forsthaus in Söflingen, jetzt generalsaniert wird. Die musikalische Heimat für das sinfonisches Blasorchester heißt aktuell: „Donau-Symphonie“.

Tickets bei eventim.de, ac-live.de, donau3fm.de und in der Touristinformation im Stadthaus Ulm.