ICE-Einsätze in den USA: Stars stehen gegen „König Trumps Privatarmee“ auf

Wahrlich kein Trump-Bro: Bruce Springsteen geht in seinem Song „Streets of Minneapolis“ mit der US-Regierung und der Einwanderungsbehörde ins Gericht.
Christian Monterrose/afp- Nach tödlichen ICE-Schüssen in Minneapolis kritisieren Stars die Behörde scharf.
- Bruce Springsteen veröffentlicht „Streets of Minneapolis“ und attackiert ICE als „Privatarmee“.
- Billie Eilish nennt ICE „Terrororganisation“ und fordert Promis zur Stellungnahme auf.
- Stephen King und Edward Norton sprechen von „Amerikanischer Gestapo“ und „Massenerschießungen“.
- Auch Katy Perry ruft zu Protest bei Senatoren auf; Nicki Minaj zeigt Unterstützung für Trump.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Blutige Fußspuren, eine Stadt in Flammen, Tote auf schneebedeckten Straßen – das ist das Bild, das US-Rocklegende Bruce Springsteen in seinem neuen Song „Streets of Minneapolis“ zeichnet. Nachdem Beamte der US-Immigrationsbehörde ICE dort innerhalb eines Monats zwei US-Bürger niedergeschossen hatten, wurde die Stadt zu einem Symbol für das barbarische Vorgehen der Behörde im Namen der Jagd auf illegale Einwanderer.
„Behörde“ ist nicht das Wort, das Springsteen in seiner Protesthymne für die Bürger von Minneapolis, „unsere unschuldigen Einwanderer-Nachbarn“ sowie die Getöteten, Alex Pretti und Renée Good, verwendet. „König Trumps Privatarmee“, schimpft er die maskierten Menschensammler – „Besatzer“, die „Waffen in ihren Mänteln“ tragen. Minneapolis: eine Stadt im Kampf „gegen Feuer und Eis“ (ICE).
Die „Gestapo“ der Vereinigten Staaten
Der „Boss“ ist jedoch bei Weitem nicht der einzige ICE-Kritiker mit Rang und Namen. Angesichts der jüngsten Ereignisse entschieden sich einige namhafte Persönlichkeiten dafür, die Brutalität der Beamten öffentlich anzuprangern.
So etwa US-Popstar Billie Eilish („Bad Guy“), die sich wie Springsteen schon während des Wahlkampfes 2024 für Trumps Kontrahentin Kamala Harris ausgesprochen hatte. Die neunfache Grammy-Gewinnerin bezog unter anderem auf Instagram Stellung: Die Behörde sei eine „vom Staat finanzierte und unterstützte Terrororganisation“. Die 24-Jährige ging sogar noch einen Schritt weiter und wendete sich an andere öffentliche Personen: „Hallo meine lieben Mitprominenten, werdet ihr euch äußern, oder...?“, fragte sie im Netz vorwurfsvoll.
Auch der Horror-Autor Stephen King („The Shining“), der bereits vor der Eskalation der Lage keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber Trump gemacht hatte, drückte sich auf der Plattform X unmissverständlich aus: „Alex Pretti wurde ermordet“, schrieb er und betitelte ICE als „Amerikanische Gestapo“. US-Schauspieler Edward Norton („Fight Club“) fand im Gespräch mit der Zeitschrift „The Hollywood Reporter“ ähnliche Worte und sprach von „Massenerschießungen amerikanischer Bürger durch die Gestapo“.
Die Liste der prominenten Kulturschaffenden, die in die Protestrufe einstimmen, wird zusehends länger. Rapper Ice-T („Colors“), die Schauspieler Pedro Pascal („The Last of Us“) und Mark Ruffalo („Avengers: Endgame“), Sängerin Olivia Rodrigo („Drivers License“) sowie die Schauspielerinnen Natalie Portman („Star Wars“), Jamie Lee Curtis („Halloween“) und Olivia Wilde („Tron: Legacy“) zählen zu den Prominenten, die die brutalen Methoden der Einwanderungsbehörde öffentlich verurteilt haben.
Auch Katy Perry bricht ihr Schweigen
Überraschend dabei ist Popstar Katy Perry („I Kissed a Girl“). Überraschend insofern, als Perry erst kürzlich aufgrund ihrer Assoziation mit Amazon-Milliardär und Trump-Schmeichler Jeff Bezos in die Kritik geraten war: Gemeinsam mit dessen Frau Lauren Sanchez war die Sängerin Teil einer Frauengruppe, die sich von Bezos‘ Raumfahrtunternehmen Blue Origin ins All schießen ließ. Seine gute Beziehung zum US-Präsidenten festigte der Tech-Unternehmer jüngst mit einem von Amazon finanzierten Dokumentarfilm über First Lady Melania Trump, für den diese laut Medienberichten einen zweistelligen Millionenbetrag erhalten haben soll.
In puncto ICE hofft Katy Perry, die seit einigen Monaten mit Kanadas Ex-Premier Justin Trudeau liiert ist, laut eigener Aussage auf politische Intervention: Auf Instagram forderte sie ihre mehr als 200 Millionen Follower dazu auf, Protestschreiben an US-Senatoren zu schicken oder bei ihnen anzurufen: „Es ist Zeit, Wut in Taten zu verwandeln.“
Der Druck auf Prominente steigt
Besonders laut erklingen die Rufe der Stars, da frühere Appelle, sich zu Trump und dem Vorgehen der ICE-Behörde zu äußern, zumeist mit betretenem Schweigen beantwortet wurden: Weder Stars noch die mit ihnen verbundenen Entertainment-Konzerne wollten Teil ihrer Gefolgschaft vergraulen oder es sich mit der neuen Regierung verscherzen. Es ging um Geld. Stille Kooperation ist die einfache Antwort.
Doch nun erwacht das kulturelle Amerika langsam, aber sicher, aus seiner Schockstarre. Die Angst ist mit der Eskalation in Minneapolis in der Mitte der Vereinigten Staaten angekommen, geografisch und gesellschaftlich. Der Druck, den Mund aufzumachen, wird offenbar mit jedem Tag größer. Stille kann als Feigheit oder Billigung gedeutet werden. Und kommt einer aus der Deckung, müssen es alle.
Trumps prominente Fangemeinde
Einige berühmte Persönlichkeiten drückten in der Vergangenheit stets ihre Unterstützung für den US-Präsidenten aus, darunter der Schauspieler Sylvester Stallone („Rocky“), Dennis Quaid („The Day After Tomorrow“) und Mel Gibson („Mad Max“) sowie Ex-Olympia-Athletin und Fernsehstar Caitlyn Jenner („Keeping Up With the Kardashians“). Rapperin Nicki Minaj („Super Bass“) zeigte sich am vergangenen Mittwoch, 28. Januar 2026, Hand in Hand mit Donald Trump und bezeichnete sich als dessen „größter Fan“.

