Fundus-Brand Theater Ulm
: Star-Sopranistin Diana Damrau singt eine Benefizgala

Die künftige Intendantin Greta Calinescu hat das Spielzeitheft 2026/2027 veröffentlicht. Mit klangvollen Neuigkeiten. Auch was das Schwörkonzert 2027 betrifft.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Diana Damrau

Möchte dem Theater Ulm, dem der Fundus abgebrannt ist, mit einem Konzert helfen: Diana Damrau.

Parlophone LTD Simon Fowler
  • Theater Ulm veröffentlicht das Spielzeitheft 2026/2027 – Motto ist „Schwüre“.
  • Greta Calinescu betont Risiko und Offenheit des Theaters als Versprechen ans Publikum.
  • Benefizgala zugunsten des abgebrannten Fundus: Diana Damrau kommt am 29. Oktober 2026.
  • Sonderkonzert in der Pauluskirche: Felix Bender dirigiert am 18. November Bruckners 5.
  • Mendelssohns „Lobgesang“ erklingt zweimal im Ulmer Münster: am 30. Juni 2027 und am 17. Juli 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Oh nee, bitte nicht wieder Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Doch, im ersten Spielzeitheft 2026/2027 von Greta Calinescu beginnen Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Kulturbürgermeisterin Iris Mann (oder deren Ghostwriter) mit diesem viel bemühten Zitat, um die neue Intendantin zu begrüßen, den Aufbruch in eine „neue künstlerische Etappe“ des Theaters Ulm anzukündigen. Der OB ist dazu schwörmontagsmäßig im Foto zu sehen. Aber das passt. Denn „Schwüre“ ist das Motto der Saison.

Klingt jetzt auch nicht so ulmisch originell, aber Greta Calinescu hat sich dazu gute Gedanken gemacht: „Wer schwört, setzt sich aus. Er oder sie macht sich angreifbar. Theater tut genau das: Es zeigt sich, Abend für Abend, und weiß nicht, wie es aufgenommen wird. Diese Offenheit ist kein Mangel, sondern der Kern unserer Kunstform. Sie ist lebendig, weil sie riskant ist. Sie ist notwendig, weil sie nicht sicher ist.“

Zwei Mal die „Lobgesang“-Sinfonie

Es gehe um Haltung, um Wirkung. Und es ist ein Versprechen ans Publikum. Nicht zuletzt jede Premiere soll ein Schwur sein, „dass sich die Geschichte auf der Bühne mitteilt, dass etwas auf dem Spiel steht“, in einem lebendigen Akt mit dem Zuschauerraum. Daran wolle sich das Theater Ulm messen lassen.

Die Spielzeitheft 2026/2027 im neuen pinken Design ist online jetzt veröffentlicht (über theater-ulm.de) – und ab Mai soll die Print-Ausgabe im Theater ausliegen. Der Saisonplan ist bekannt, alle Premieren, Künstlerinnen und Künstler. Dazu kommen viele Informationen, etwa über die Produktionen, darunter die Uraufführung „Stehaufmädchen“, das die wahre Geschichte der Boxerin Rola El-Halabi erzählt.

Aber es gibt auch Neues zu entdecken: So kommt die Weltklasse-Sopranistin Diana Damrau am 29. Oktober 2026 nach Ulm: für eine große Benefizgala zum Wiederaufbau des abgebrannten Fundus. Oder dass Felix Bender am 18. November in einem Sonderkonzert in der Pauluskirche Anton Bruckners 5. Sinfonie dirigieren wird. Oder Felix Mendelssohns „Lobgesang“-Sinfonie gleich zwei Mal im Ulmer Münster erklingen soll: am 30. Juni 2027 im Festkonzert zum Münsterjubiläum und im Schwörkonzert am 17. Juli 2027. Das sind viele klangvolle Versprechen.