Förderpreis 2025
: Die junge Ulmer Kunst – ausgezeichnet und leidenschaftlich

Die festliche, heftig beklatschte Preisverleihung im Stadthaus: Acht Preisträgerinnen und Preisträger in sechs Sparten.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Stadthaus: Preisverleihung Förderpreis Junge Ulmer Kunst

Die Ausgezeichneten (von links): Moritz Grevel (Literatur), Annika Dietmann (Populäre Musik), Júlia Chacón I Espí und Letícia Conduto von Moving Toppings (Darstellende Kunst), Eva Möritz (Klassische Musik), Shaam Joli (Film), Lea Stephany und Matthias Gmeiner (Bildende Kunst.

Volkmar Könneke

Es ist eine Revue der begeisternden Talente: die Verleihung des Förderpreises junge Ulmer Kunst im Stadthaus. Da werden nicht nur Trophäen (gefertigt von Auszubildenden der Wieland-Werke) und Urkunden und auch ein Preisgeld von je 2000 Euro pro Sparte verteilt, da werden höchst wertschätzende Lobreden gehalten und locker-sympathische Videos mit den Ausgezeichneten gezeigt. Und es war am Freitag, eröffnet von Bürgermeisterin Iris Mann und moderiert von Dana Hoffmann, wieder ein heftig beklatschter Abend, an dem die Preisträgerinnen und Preisträger auch gleich mit ihrer Kunst zu erleben waren.

Liedermacherin Annika Dietmann (Populäre Musik) nahm die Gitarre und trug drei intensive Songs vor, darunter „Für die Leisen“. Die Sopranistin Eva Möritz (Klassische Musik) sang mit feinen Koloraturen eine Arie aus Mozarts „Exsultate, jubilate“. Moritz Grevel (Literatur) las aus seiner witzig-lakonischen Erzählung „Einsteiger“, Júlia Chacón I Espí und Letícia Conduto vom Tanzkollektiv Moving Toppings (Darstellende Kunst) zeigten einen Video-Ausschnitt aus ihrer melancholischen Choreografie „Grandmas have names too!“.

Shaam Joli (Film) erschütterte mit dem Trailer zu ihrem Film „The Prison“, den sie im Gewölbe der Wilhelmsburg gedreht hatte: die wahre Geschichte einer Frau in einem syrischen Gefängnis. In ihrer Dankesrede appellierte die Absolventin der Akademie für darstellende Kunst (AdK) an die Stadt Ulm, die finanziell angeschlagene Kultureinrichtung dringend zu unterstützen. Der Preis in der Sparte Bildende Kunst wurde geteilt: Matthias Gmeiner stellte einige seiner aktuell in Köln ausgestellten Werke vor, Arbeiten von Lea Stephany werden unter dem Titel „Verflochten“ noch bis Ende November in der Ulmer Sebastianskapelle präsentiert.