Donaufest 2024
: Alessia Vermi gewinnt den Musikwettbewerb

Zwei Tage lang konkurrierten Studierende aus den Donauländern. Die Oboistin Alessia Vermi von der Stuttgarter Musikhochschule gewinnt den 1. Preis.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
Jetzt in der App anhören
Wer den Musikwettbewerb des Donaufestes 2024 gewonnen hat. Vorschau auf das Preisträgerkonzert am Mittwoch

Die Preisträger des Musikwettbewerbs 2024 des Internationalen Donaufests (von links): Eva Tarcsay (3. Preis), Alessia Vermi (1. Preis), András Winklár (2. Preis) und Charlotte von Urff (3. Preis).

Volkmar Könneke

„Gratulation, das waren tolle Vorträge und kein leichtes Repertoire.“ Martin Frutiger beglückwünschte am späten Dienstagnachmittag die Gewinner des 6. Donau-Musikwettbewerbs, der diesmal im Zeichen der Oboe gestanden hatte. Der Schweizer sowie die ungarische „Oboen-Legende“ Lajos Lencsén und auch Clara Dent-Bogány, Solo-Oboistin beim Budapest Festival Orchestra und Professorin in Nürnberg, hatten an zwei Tagen in der Ulmer Musikschule neun Studierende angehört und bewertet. Und waren sich in ihrem Urteil schnell einig: Der mit 3000 Euro dotierte 1. Preis geht an Alessia Vermi von der Stuttgarter Musikhochschule und der mit 2000 Euro dotierte 2. Preis an András Winklár von der Budapester Franz-Liszt-Musikakademie. Den 3. Preis aber wollte die Jury zweimal vergeben: an Eva Tarcsay, ebenfalls aus Budapest, und an Charlotte von Urff, auch sie von der Stuttgarter Musikhochschule. Bei erhalten jeweils 1000 Euro, nachdem das Donaufest und Clara Dent-Bogány über ihre „CultureTone Foundation“ noch jeweils 500 Euro locker machen.

Preisträgerkonzert in der Musikschule

In zwei Runden waren die von ihren Hochschulen entsandten Studierenden angetreten. Am Dienstag spielten die verbliebenen fünf Oboistinnen und András Winklár ein Wettbewerbsprogramm von der Klassik bis zur Gegenwart: Mozarts Oboen-Quartett KV 370 sowie Sonaten entweder von Bréville, Milhaud oder Sancan (jeweils mit Klavierbegleitung). Und noch zwei Solo-Stücke von Heinz Holliger.

An diesem Mittwoch, 18 Uhr, präsentieren sich die Preisträger des wieder von Volkmar Clauß fürs Donaufest organisierten Wettbewerbs in der Ulmer Musikschule bei einem Abschlusskonzert (freier Eintritt). Die Jury hat die Stücke ausgewählt: die mitreißend neoklassizistische Sonate für Oboe und Klavier von Pierre Sancan (1957 komponiert), die drei Sätze aufgeteilt auf drei Akteure. Und Mozarts Oboen-Quartett. Zuvor aber tritt Stefan Cazacu auf, der Cellist aus Bukarest hatte vor zwei Jahren den Donau-Musikwettbewerb gewonnen. Er spielt mit einem Kammerorchester der Ulmer Philharmoniker, angeführt von Tamás Füzesi, das B-Dur-Cellokonzert von Luigi Boccherini.