Die „klassisch!“-Saison 2026/2027
: Internationale Kammermusik und Anna Prohaska im Ulmer Stadthaus

Das Delian Quartett, das Henschel Quartett und auch die Top-Sopranistin Anna Prohaska: Das sind die fünf Abo-Konzerte der Saison 2026/2027.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Die international gefeierte Sopranistin Anna Prohaska wurde in Neu-Ulm geboren. Am 14. Oktober 2026 singt sie einen Liederabend in der Reihe "klassisch!" im Stadthaus.

Die international gefeierte Sopranistin Anna Prohaska wurde in Neu-Ulm geboren. Am 14. Oktober 2026 singt sie einen Liederabend in der Reihe "klassisch!" im Stadthaus.

Marco Borggreve
  • „klassisch!“-Saison 2026/2027 im Ulmer Stadthaus mit fünf Abo-Konzerten angekündigt.
  • Auftakt am 16. September 2026: Delian Quartett mit „Tanz durch die Zeit“ und Schostakowitsch.
  • Am 14. Oktober 2026: Anna Prohaska mit „Behind The Lines“, am Klavier begleitet von Eric Schneider.
  • Poiesis Quartet kommt am 22. Januar 2027, Quatuor Arod am 26. Februar 2027 – jeweils mit Beethoven.
  • Finale am 21. April 2027: Henschel Quartett und Evgeny Konnov mit Brahms und Dvořák als Klavierquintette.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ihr Namenspatron ist der griechische Gott Apollon, der als Gott der schönen Künste, der Musen, besonders der Musik verehrt und nach seinem Geburtsort, der Insel Delos, auch Delian genannt wurde: Mit dem Delian Quartett beginnt am 16. September die nächste „klassisch!“-Saison. Also wenn das kein Versprechen der von der SÜDWEST PRESSE in Kooperation mit dem Stadthaus veranstalteten Kammermusik-Reihe ist! Was bieten die fünf Konzerte der Spielzeit 2026/27?

Das Delian Quartett gehört zu den angesehensten deutschen Kammermusikensembles und setzt auf besondere Projekte, in Ulm spielen sie das Programm „Tanz durch die Zeit“. Im ersten Teil erklingen Stücke quer durch die Musikgeschichte, von Purcell bis Weill und Schnittke, auch die „Pizzicato-Polka“ von Strauß fehlt nicht. Und im zweiten Teil folgt das 3. Streichquartett von Schostakowitsch.

Der Gott der schönen Künste  – und im zweiten Konzert der Saison, am 14. Oktober, kommt auch die außergewöhnliche Anna Prohaska zu einem Liederabend ins Stadthaus – endlich, möchte man aufseufzen. Sie ist Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper, gehört international zu den gefragten Sopranistinnen – und wurde 1983 in Neu-Ulm geboren! Als Tochter des damaligen Opernchefs am Ulmer Theater. Erstmals tritt die 2024 mit dem Opus Klassik ausgezeichnete „Sängerin des Jahres“ in der Doppelstadt ihrer Kindheit auf. Und zwar mit ihrem hoch gelobten, auf CD bei der Deutschen Grammophon erschienenen Programm „Behind The Lines“. Als Pianist mit dabei: Eric Schneider. Das Konzeptalbum entstand 2014 im Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, Anna Prohaska spannt darin einen emotionalen Bogen zwischen Krieg und Frieden.

"Tanz durch die Zeit": Das Delian Quartett eröffnet die "klassisch!"-Saison am 16. September 2016.

"Tanz durch die Zeit": Das Delian Quartett eröffnet die "klassisch!"-Saison am 16. September 2026.

Mathias Bothor

Alle paar Jahre ist Banff-Time in Ulm: Die „klassisch!“-Konzerte präsentieren wieder den Gewinner eines der wichtigsten Streichquartett-Wettbewerbe der Welt. 2023 riss das fantastische Isidore String Quartet aus New York das Stadthaus-Publikum zu Jubelstürmen hin. Nun siegte das Poiesis Quartet im kanadischen Banff – auf ihrer Europa-Tournee kommen die Amerikaner am 22. Januar 2027 nach Ulm. Auf dem Programm steht nicht zuletzt Ludwig van Beethovens Streichquartett op.135. Genau, 2027 ist Beethoven-Jahr, der 200. Todestag. Seine Werke sind ein Maßstab in der Streichquartett-Literatur.

Die Gewinner des Banff-Festivals: das Poiesis Quartet

Die Gewinner des Banff-Festivals: das Poiesis Quartet.

Eden Davies

Und weil das so ist, hat auch das Quatuor Arod, das am 26. Februar 2027 im Stadthaus konzertiert, einen Beethoven im Gepäck, einen frühen: das c-Moll-Streichquartett op. 18/4. Dazu erklingt ein Bartók und ein vom Quatuor Arod auf der Streichquartettbiennale in Amsterdam uraufgeführtes Werk des russischen Komponisten Alexander Raskatov. Das bleibt eine Konstante der „klassisch!“-Reihe: auch neue Musik zu entdecken. Die Musiker des international gefeierten Quatuor Arod sind übrigens Fans von Tolkiens Roman „Der Herr der Ringe“, und so haben sie sich nach dem Pferd von Legolas, dem Sohn von Elbenkönig Thranduil benannt. In Tolkiens Fantasiesprache Rohirric bedeutet Arod „schnell“. Und ziemlich feurig spielen sie auch.

Mit Beethoven im Beethoven-Jahr: das Quatuor Arod.

Mit Beethoven im Beethoven-Jahr: das Quatuor Arod.

Laure Bernhard

Ein Klavierquintett in der „klassisch!“-Reihe? Gab's das schon einmal? Das Henschel Quartett und Evgeny Konnov jedenfalls spielen am 21. April 2027 das Saisonfinale. Und weil die besagte Werkgattung fast eine Leerstelle in den Programmen ist, führen das renommierte Streichquartett und der junge Pianist aus Usbekistan, Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe, auch die beiden berühmtesten romantischen Klavierquintette auf: jene von Johannes Brahms und Antonin Dvořák.

International renommiert: das Henschel Quartett

International renommiert: das Henschel Quartett.

Wildundleise

Saisonfinale mit dem Paval Haas Quartett

Die aktuelle Saison der „klassisch!“-Konzerte, gesponsert von Uzin Utz und der Noerpel-Gruppe, geht am Mittwoch, 22. April 2026, 20 Uhr, im Ulmer Stadthaus mit einem Konzert des Pavel Haas Quartett zu Ende. Auf dem Programm: Streichquartette von Vitězslava Kaprálová, Bohuslav Martinů und Antonín Dvořák. Karten gibt es an allen reservix-Vorverkaufstellen und unter swp.de/ticketschop.

Ab dem 22. April ist dann auch eine Reservierung des Abonnements für 2026/27 möglich, auch vor Ort beim Konzert im Stadthaus. Kontakt: Julia Schneider, Tel. 0731/156-101. E-Mail: klassisch@swp.de Einzelkarten ab September.