Brand im Kostümfundus: Spendenziel noch nicht erreicht – Theater Ulm fehlen 27.000 Euro

Iris Mann (Bürgermeisterin Stadt Ulm), Johanna Kienzerle (Vorsitzende Förderverein), Angela Weißhardt (Verwaltungsdirektorin Theater Ulm) und Dr. Stefan Bill (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Ulm) zum aktuellen Stand der Spendenaktion „Fundus“.
Matthias Kessler- Theater Ulm sammelt Spenden für den abgebrannten Kostümfundus – Ziel schwer erreichbar.
- Bislang 40.000 und später 80.000 Euro überwiesen, aktuell fehlen rund 27.000 Euro.
- Versicherung legt noch kein Angebot vor, finanzielle Folgen bleiben offen.
- Größte Unterstützung kommt aus Ulm und Umgebung, überregionale Resonanz schwächer.
- Symbolische Übergabe bei der Theaterpreisgala am 7. Juli, Spenden weiter möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Knapp sechs Wochen vor dem Jahrestag des verheerenden Brands im Kostümfundus des Theater Ulm wird deutlich: Die Folgen der Katastrophe werden die Stadt, das Theater und die Kulturszene noch lange beschäftigen. Am Montag (11. Mai 2026) trafen sich Vertreter des Theaters sowie der „Freunde und Förderer des Ulmer Theaters“ in der Sparkasse Ulm, wo derzeit noch die Ausstellung „Fundus“ zu sehen ist. Der Förderverein hatte im vergangenen September eine Spendenaktion initiiert, die noch bis zum Ende der Spielzeit 2025/2026 laufen soll. Das Ziel wurde bewusst hoch angesetzt: 300.000 Euro sollen gesammelt werden. Johanna Kienzerle, Vorsitzende des Fördervereins, macht deutlich, dass das ursprüngliche Spendenziel schwer zu erreichen sein wird.
Bislang konnten zunächst 40.000 Euro und später weitere 80.000 Euro überwiesen werden. Dennoch fehlen aktuell noch rund 27.000 Euro, um die nächste Tranche von 120.000 Euro zu übergeben. „Es fuchst mich, dass wir das Ziel nicht erreichen“, sagte Kienzerle offen. Die Spendenbereitschaft habe zuletzt spürbar nachgelassen.
Es liegt noch kein Angebot der Versicherung vor
Auch mit Blick auf die Versicherung bleibt die Situation schwierig. Bis heute liege dem Theater noch kein konkretes Angebot zur Regulierung des Schadens am Fundus vor. Die endgültigen finanziellen Folgen des durch Brandstiftung ausgelösten Feuers sind daher weiterhin offen.
Dennoch zeigt sich laut Theater und Förderverein, dass die größte finanzielle Unterstützung aus Ulm und Umgebung komme. Die lokale Verbundenheit wirke stärker als überregionale Aufrufe über soziale Medien. Umso wichtiger sei die Unterstützung aus der Region.
Der materielle Verlust bleibt enorm: Rund 27.000 Kostüme wurden bei dem Feuer in der Paketposthalle zerstört. Nur etwa 13.000 Stück alltäglicher Fundusbestand sind erhalten geblieben. Besonders schmerzhaft ist für das Theater, dass vor allem die künstlerisch wertvollen und individuell gefertigten Kostüme verloren gingen.
Die symbolische Übergabe des gesammelten Spendenbetrags an die Theaterleitung soll schließlich im Rahmen der Theaterpreisgala am 7. Juli erfolgen. Danach kann trotzdem noch weiterhin gespendet werden. Die Infos dazu sind auf der Seite des Theater Ulm zu finden.
