SWP+SWP+„Bonhoeffer" im Kino
: „Unbedingt anschauen!"

Wie der Neu-Ulmer Pfarrer Jean-Pierre Barraud Todd Komarnickis Widerstandsdrama über Dietrich Bonhoeffer bewertet und warum dessen Botschaft heute so aktuell ist.
Von
Kristina Schmidl
Ulm
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Der Film „Bonhoeffer“ kommt in die Kinos: Jonas Dassler als Dietrich Bonhoeffer in dem Film "Bonhoeffer", der am Donnerstag (13.03.2025) in die Kinos kommt. Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer war Mitbegruender der Bekennenden Kirche und Widerstandskaempfer waehrend des Nationalsozialismus. 1943 wurde er verhaftet und 1945 hingerichtet. Das zaehe Epos "Bonhoeffer" hat mit dieser Biographie im Wesentlichen nur die Lebensdaten gemein. Dramaturgisch verworren und in einem zunehmend unertraeglich predigthaften Ton inszeniert Regisseur Todd Komarnicki seinen Helden (Jonas Dassler) als eine Art Heilsbringer, verliert sich in pathosgeladenen Kitsch und verzichtet auf jegliche Einordnung. Damit spielt der Film auch evangelikalen und rechtsextremen Kreisen in den USA in die Haende, die die Biographie Bonhoeffers in den letzten Jahren fuer ihre Ideologie missbrauchten und verdrehten. Die Nachfahren der Geschwister Bonhoeffers zeigten sich in einem offenen Brief entsetzt ueber den Umgang mit Bonhoeffers Vermaechtnis. Mittlerweile haben sich auch eine Reihe von Mitwirkenden, darunter die deutschen Schauspieler Jonas Dassler, August Diehl und Moritz Bleibtreu, "tief besorgt" ueber eine missbraeuchliche Verwendung des Films gezeigt. (Siehe epd-Filmkritik vom 11.03.2025) ACHTUNG: VEROEFFENTLICHUNG DES FOTOS NUR IM ZUSAMMENHANG MIT BERICHTERSTATTUNG UEBER DEN FILM SECHS WOCHEN NACH START DES FILMS GESTATTET!

Jonas Dassler (r.) als Dietrich Bonhoeffer in Todd Komarnickis umstrittenem Widerstandsdrama über das Leben des Mitbegründers der Bekennenden Kirche und seinen Kampf gegen das Nazi-Regime.

Kinostar/epd