Das Schicksal von Buckelwal Timmy bewegte die ganze Republik, bei den wahren Problemen schaut man lieber weg.

Das Schicksal von Buckelwal Timmy bewegte die ganze Republik, bei den wahren Problemen schaut man lieber weg.

dpa

Der deutsche Realitätsverlust

17. Juli 2026

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

dpatopbilder - 17.05.2026, Dänemark, Anholt: Ein toter Wal liegt vor der dänischen Insel Anholt. Es handelt sich um den als Timmy bekannten Buckelwal, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in die Nordsee transportiert wurde. (Luftaufnahme mit einer Drohne) Foto: Marcus Golejewski/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Schicksal von Buckelwal Timmy bewegte die ganze Republik, bei den wahren Problemen schaut man lieber weg.

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gelegentlich verweise ich an dieser Stelle sehr gerne auf die Leitartikel von Kolleginnen und Kollegen – weil dort oft kluge Gedanken zu finden sind. Und dieses Mal hat Roland Müller sich eines Themas gewidmet, das ich wichtig finde: dem Realitätsverlust in diesem Land. Kurz gefasst ist es die sehr ernüchternde Analyse, dass das ganze Land sich zum Beispiel dem Schicksal eines dahinsiechenden Buckelwals hingibt (was zugegeben traurig ist, aber in den Weltmeeren regelmäßig stattfindet), während die wahren Probleme fast beiläufig registriert werden. Oder anders gesagt: Es brennt an allen Ecken und Enden im Haus, aber wir schauen, ob die Fenster sauber sind. Ganz hoffnungslos sei die Lage nicht, meint Roland Müller, aber wir bewegten uns erst, wenn es nicht mehr vermeidbar sei. Hier lesen Sie mehr.

Kommen Sie gut in dieses Wochenende!

Ihr Ulrich Becker