
Best Buddies: 2018 scherzte Donald Trump mit Fifa-Boss Gianni Infantino noch über Rote Karten. So etwas kann sich rächen...
Evan Vucci/AP/dpaDer Trump-Knecht von der Fifa
6. Juli 2026
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Best Buddies: 2018 scherzte Donald Trump mit Fifa-Boss Gianni Infantino noch über Rote Karten. So etwas kann sich rächen...
Evan Vucci/AP/dpakann man US-Präsident Donald Trump im Skandal um die Begnadigung des US-Stürmers und Rot-Sünders Folarin Balogun einen Vorwurf machen? Natürlich nicht. Trump hat Trump-Dinge getan. Wenn die Welt sich nicht so dreht, wie es ihm gefällt, dann wird sie passend gemacht. Und wie gut, dass der höchste Boss des Weltfußballverbandes einer der größten Speichellecker und korruptesten Manager unserer Zeit ist. Die Entscheidung des „schrecklichen“ Schiedsrichters sei nicht gerechtfertigt gewesen, er habe nur um eine Überprüfung bei Gianni Infantino gebeten, gab der US-Präsident gestern zu. Der Fifa-Präsident handelte prompt – und jetzt ist Balogun nicht mehr gesperrt und darf im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen. Bemerkenswert ist daran eigentlich zweierlei: Die Dreistigkeit, mit der Infantino Trump in den Allerwertesten kriecht, sucht ihresgleichen. Damit zerstört der Schweizer jede Glaubwürdigkeit des Fußballs. Das andere hat wiederum mit der Kraft des Fußballs und der unbestreitbaren Dummheit des US-Präsidenten zu tun: Im Glauben, dass man Länder angreifen und Präsidenten einfach ihres Amtes entheben kann, dachte Trump offensichtlich, dass eine Rote Karte im Gegensatz dazu eine Nebensache sei. Ist sie aber nicht – weil es um den populärsten Sport der Welt geht. Zum Finale werden die Fans das Duo Infernale hoffentlich gnadenlos auspfeifen (falls die USA nicht ins Finale kommen. Aber Trump kann ja nochmals bei Infantino anrufen. Da geht bestimmt was …). Den einen (Trump) wird das kaum stören. Für den anderen (Infantino) wäre es das Pfeifkonzert im besten Fall der Anpfiff zum eigenen Abpfiff.
Kommen Sie gut in diesen Dienstag!
Ihr Ulrich Becker





