Frieden oder wieder nur eine leere Ankündigung? Bei Doland Trump kann man sich da nie sicher sein.

Frieden oder wieder nur eine leere Ankündigung? Bei Doland Trump kann man sich da nie sicher sein.

Mark Schiefelbein/AP/dpa

Viel Krieg für nichts

25. Mai 2026

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

es ist nichts Neues, dass die Ausführungen des US-Präsidenten eine extrem kurze Halbwertszeit haben. Deshalb ist auch dieses Mal Misstrauen angesagt, wenn Donald Trump behauptet, ein Rahmenabkommen mit dem Iran sei „weitgehend“ ausgehandelt. Trump steht unter Druck, und er muss alles tun, um die internationalen Märkte zu beruhigen. Der Konflikt mit dem Iran treibt die Preise in den USA, und das verzeihen selbst die treuesten Anhänger dem Präsidenten nicht.

Doch dieses Mal, so scheint es, könnte tatsächlich eine Lösung möglich sein. Allerdings wäre sie – sollten sich die Mutmaßungen bewahrheiten – kein erfolgreicher „Deal“, sondern eine tragische Absurdität. Denn das Regime im Iran bliebe nicht nur weiter an der Macht, es ginge gestärkt aus dem Konflikt heraus. Mit mehr Geld und dem Versprechen auf einen Abbau der Sanktionen. Menschen mussten sterben und Milliarden Dollar wurden verpulvert, um einen Zustand zu erreichen, der keinen Deut besser ist als vor dem Angriff.

Für Europa und vor allem Deutschland ist dieses Minimalziel allerdings eine mehr als willkommene Botschaft. Die Prognosen für das laufende und kommende Jahr sind allesamt im Keller. Jeder Tag früher, an dem die Straße von Hormus wieder geöffnet würde, könnte helfen, eine Rezession abzuwenden.

Auch wenn man in den vergangenen Monaten das Gefühl hatte, Donald Trump könne mit den falschen Mitteln das Richtige erreichen, zeigt das Beispiel Iran überdeutlich: Am Ende erreicht er nichts. Hier lesen Sie mehr.

Kommen Sie gut in diese Arbeitswoche!

Ihr Ulrich Becker