
Medienforscher Tanjev Schultz spricht im Interview über die Bedeutung des Lokaljournalismus für die Demokratie.
Christopher Hirsch/JS MainzWarum es ohne Lokaljournalismus nicht geht
5. Mai 2026
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
was passiert, wenn es keine Lokalmedien mehr gibt? In den USA kann man das beobachten: Vielerorts existieren dort bereits Nachrichtenwüsten, also Gegenden, über die keine Lokalreporterinnen und -reporter mehr berichten. Studien zeigen, dass das sehr konkrete negative Folgen hat: In diesen Regionen nehmen Korruption und Machtmissbrauch messbar zu.
In Deutschland stehen wir zum Glück noch besser da, doch auch hierzulande ist die Medienbranche unter Druck. Zum heutigen „Tag des Lokaljournalismus“ hat mein Kollege Igor Steinle ein Interview mit dem Mainzer Medienforscher Tanjev Schultz geführt. Der Mainzer Journalistik-Professor weist darauf hin, dass lokaler Journalismus auch deshalb wichtig ist, weil er der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken kann: Weil er näher dran ist, auch an Themen, die bundesweit als „Aufreger“ Aufsehen erregen – und Themen durch die Nähe zu den Akteuren vor Ort differenzierter darstellen kann. Das Interview ist meine heutige Leseempfehlung, und das von ganzem Herzen. Denn Lokaljournalismus ist nicht nur wichtig, er macht uns, die für Sie an der besten Geschichte und den wichtigsten News arbeiten, auch jeden Tag sehr viel Freude.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag, ob mit Ihrer gedruckten Tageszeitung, der SWP-App oder wo und wie auch immer Sie Ihre Lokalnachrichten lesen!
Herzliche Grüße aus der Chefredaktion
Ihre Judith Conrady





