Vogelgrippe in BW: Keine Sorge um die Weihnachtsgans – Ministerium gibt Entwarnung

Der Gänsebraten scheint gesichert zu sein. Es besteht durch die Vogelgrippe keine Gesundheitsgefahr, erklärt das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart.
Christin Klose/dpa-tmn/dpa- Keine Gesundheitsgefahr durch Vogelgrippe für die Bevölkerung laut Landwirtschaftsministerium BW.
- Lebensmittel aus infizierten Betrieben gelangen nicht in die Lebensmittelkette.
- Gut durcherhitzte Lebensmittel gelten als unbedenklich, da das Virus hitzeempfindlich ist.
- Übertragung des Erregers über Lebensmittel laut BfR unwahrscheinlich, keine Belege bisher.
- Eier infizierter Tiere können Virus auf Schale sowie in Eiweiß und Eidotter enthalten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Muss der Verbraucher in Baden-Württemberg Sorge haben, dass in diesem Jahr wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe die Weihnachts- oder Martinsgans oder die Pute vom Speiseplan gestrichen werden muss? Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart verneint dies auf Nachfrage gegenüber unserer Redaktion: In Baden-Württemberg sei bislang nur ein Geflügelbetrieb betroffen. „Auf qualitativ hochwertige Martins- oder Weihnachtsgänse aus heimischer Aufzucht muss in Baden-Württemberg nicht verzichtet werden.“ Das Geschehen werde man weiterhin mit größter Sorgfalt beobachten.
Lebensmittel aus infizierten Beständen gelangten nicht in die Lebensmittelkette, betonte der Sprecher. Die Grippevirusstämme, die die Vogelgrippe verursachen, würden durch hohe Temperaturen inaktiviert, weshalb durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich gelten. Ein besonderes Risiko für die Allgemeinbevölkerung bestehe nicht.
Keine Belege, dass sich Virus über Lebensmittel verbreitet
Ansonsten verweist das Landwirtschaftsministerium auf die entsprechenden Hinweise des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Aus diesen kann man entnehmen, dass grundsätzlich eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel nicht ausgeschlossen werden könne. Infektionen des Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus seien aber selten und der direkte und enge Kontakt mit infiziertem Geflügel oder anderen Tierarten scheint der hauptsächliche Übertragungsweg auf den Menschen zu sein. Dem BfR lägen bisher keine Daten vor, die belegen, dass sich Menschen über Lebensmittel mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert hätten und erkrankt wären.
Eier tragen Virus auch auf Schale
Und weiter: „Da das Virus empfindlich gegenüber hohen Temperaturen ist, sind bei gut durcherhitzten Lebensmitteln gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten“, so das Bundesinstitut. Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleischanteil von infizierten Tieren gebe es bislang keine Belege. Allerdings ist erwiesen, dass Eier infizierter Tiere das Virus sowohl auf der Schale als auch in Eiweiß und Eidotter enthalten können.

