Tote Kinder in Hockenheim
: Mutter räumt die Taten ein – Kinderleichen am Ostersonntag in Wohnung entdeckt

In Hockenheim wurden zwei tote Kinder in einer Wohnung entdeckt. Gegen die Mutter der beiden Geschwister wurde Haftbefehl erlassen.
Von
Christian Wille mit Agenturen
Hockenheim
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Plüschtiere und Kerzen stehen am Hauseingang zum Tatort in einer Wohnung. Im baden-württembergischen Hockenheim sind am Ostersonntag zwei Geschwister tot in einer Wohnung entdeckt worden. Die Kinder waren sieben und neun Jahre alt, wie die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium am Abend in Mannheim mitteilten.

Marco Priebe/PR-Video/dpa

Nach dem Fund von zwei toten Kindern in einer Wohnung im baden-württembergischen Hockenheim am Ostersonntag ist Haftbefehl gegen die Mutter der sieben und neun Jahre alten Jungen erlassen worden. Sie hat die Taten inzwischen eingeräumt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die Frau stehe unter Mordverdacht, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Mannheim mit.

Die 43-Jährige habe sich am Sonntag schriftlich beim Polizeirevier Hockenheim gemeldet und angegeben, „etwas Schlimmes“ getan zu haben, zitiert die Justizbehörde am Dienstag aus dem Schreiben. In der Wohnung habe die Polizei die Mutter angetroffen und festgenommen. Auch die Leichen der neun und sieben Jahre alten Geschwister seien dort entdeckt worden.

Unklar ist bislang, wer in der Wohnung lebte und wo der Vater der Kinder zur Tatzeit war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den Opfern um Brüder. Auch zu einem möglichen Motiv für die Tat und der Schuldfähigkeit der Mutter äußerten sich die Ermittler bislang nicht.

Die Spurensicherung ist bei einer Wohnung im baden-württembergischen Hockenheim im Einsatz. Am Ostersonntag sind dort zwei Geschwister tot in einer Wohnung entdeckt worden.

René Priebe, dpa

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Die Leichen der Geschwister sollen am Dienstag (11.4.) obduziert werden, wie die Ermittler am Wochenende mitteilten. Darüber hinaus hieß es, die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Dezernat für Kapitalverbrechen des Kriminalkommissariats Mannheim hätten die weiteren Ermittlungen gegen die 43-Jährige aufgenommen. Auch die Zentrale Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und das Institut für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg seien involviert.

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