Stromausfall Reutlingen
: Saboteure machten sich auch an Umspannwerk Münsingen zu schaffen

Zum massiven Stromausfall nach einer Brandstiftung in Reutlingen haben Ermittler neue Erkenntnisse: Offenbar war es nicht der einzige Sabotage-Versuch der Täter – es gab mehrere weitere.
Von
Theo Westermann
Reutlingen
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Großflächiger Stromausfall in Reutlingen: 08.06.2026, Baden-Württemberg, Reutlingen: Nach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen stehen Polizeikräfte auf dem Gelände eines Umspannwerks, in dem es in der Nacht gebrannt hatte und sichern Spuren. (zu dpa: «Feuer in Umspannwerk - Ermittler gehen von Brandstiftung aus») Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ermittler auf dem Gelände des Umspannwerks in Reutlingen: Die Brandstiftung war offenbar nicht der erste Versuch, Chaos zu stiften.

Christoph Schmidt/dpa
  • Ermittler prüfen weitere Sabotageversuche an Umspannwerken rund um Reutlingen.
  • Betroffen war auch ein Umspannwerk bei Münsingen – der Eindringversuch scheiterte.
  • Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart bestätigt Ermittlungen und sichtet Hinweise.
  • Auch an anderen Anlagen gab es Schäden an Umgrenzungen, Zeiträume werden eingegrenzt.
  • In der Nacht zum 8. Juni legten Unbekannte in Reutlingen Brände, es kam zum großen Stromausfall.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Vorfeld der Brandstiftung im Umspannwerk Reutlingen-West, die zu einem massiven Stromausfall führte, hat es nach bestätigten Informationen unserer Redaktion offenbar auch weitere Versuche gegeben, in Umspannwerke in der näheren und weiteren Umgebung von Reutlingen einzudringen. Konkret betroffen war demnach auch ein Umspannwerk bei Münsingen. Der Versuch scheiterte aber. Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte gegenüber unserer Redaktion, aktuell würden Ermittlungen in diesem Fall laufen.

Dabei handelt es sich  um den  erfolglosen und abgebrochenen Versuch, in das Umspannwerk bei Münsingen einzudringen, wird uns aus weiteren Sicherheitskreisen bestätigt. Derzeit würden unter anderem verschiedene Hinweise überprüft und dazu Ermittlungen unternommen.

Beschädigungen auch an anderen Objekten

Der Sprecher bestätigte in diesem Zusammenhang, dass es auch weitere Hinweise auf Beschädigungen an den Umgrenzungen ähnlicher Objekte in der Umgebung gab. Diese würden nun untersucht und man versuche, zeitliche Eingrenzungen vorzunehmen. Weitere Einzelheiten könnten dazu derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, so die für die Ermittlungen federführend zuständige Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.

In Reutlingen hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 8. Juni mit Brandbeschleuniger mehrere Brände in dem Umspannwerk in einem Gewerbegebiet gelegt und so einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Über viele Stunden waren tausende Haushalte ohne Strom, auch das örtliche Krankenhaus und zahlreiche Betriebe.

Es kam zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und dem THW. Nach der Brandstiftung hatte das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen und dafür eine Sonderkommission eingerichtet. Auch Videoaufnahmen rund um das Umspannwerk Reutlingen West würden ausgewertet.

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