Sprungtürme eingestürzt
: Europa-Park-Prozess nach Show-Unfall startet

Vor zwei Jahren stürzen in den Sommerferien im Europa-Park Sprungtürme ein, mehrere Menschen wurden verletzt. In der kommenden Woche steht der frühere Chef der Wassershow vor Gericht.
Von
dpa
Rust/Ettenheim
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Unfall in Europa-Park

Nach dem Unfall im Fahrgeschäft „Atlanica Supersplash“.

Pascal Czech/dpa
  • Prozess nach Unfall in Europa-Park-Wassershow startet am Mittwoch in Ettenheim.
  • Angeklagter war Chef der Firma, die 2023 die „High-Diving-Show“ organisierte.
  • Unfall im August 2023: Wasserbecken riss, Sprungtürme stürzten ein.
  • Acht Verletzte, darunter sechs Artisten und zwei Besucher, einige schwer.
  • Vorwurf: Sicherheitsvorgaben bei der Montage nicht eingehalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr als zwei Jahre nach einem schweren Unfall bei einer Wassershow im Europa-Park in Rust beginnt am kommenden Mittwoch der Prozess gegen einen 45-jährigen Mann vor dem Amtsgericht Ettenheim. Der Angeklagte war Geschäftsführer der Firma, die zwischen Mai und August 2023 den Aufbau und den Ablauf der „High-Diving-Show“ im Bassin des Fahrgeschäfts „Atlanica Supersplash“ durchführte. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Im August 2023 war das Wasserbecken der Attraktion plötzlich gerissen. Dabei stürzten mehrere daran befestigte Sprungtürme ein. Verschiedene Kulissenteile trieben anschließend im Bassin der Wasserbahn. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden dabei sechs Artisten und zwei Besucher verletzt - einige von ihnen schwer.

Dem Mann wird vorgeworfen, bei der Montage des Beckens wichtige Sicherheitsvorgaben nicht beachtet zu haben. Bestimmte Maßnahmen, die laut Aufbauanleitung zwingend vorgeschrieben waren, seien unterlassen worden. Das soll letztlich zu dem Unfall geführt haben.