Europa-Park bestätigt
: Euro-Mir wird durch neue Bahn ersetzt

Der Freizeitpark nimmt Abschied von einem Aushängeschild. Die Euro-Mir wird abgebaut, der Russland-Bereich schrumpft. Stattdessen soll in Zusammenarbeit mit der ESA ein neues Weltraum-Areal entstehen.
Von
dpa
Rust
Jetzt in der App anhören
Achterbahn Euro-Mir: ARCHIV - 13.03.2025, Baden-Württemberg, Rust: Die Achterbahn Euro-Mir ist im Europa-Park zu sehen. Deutschlands größter Freizeitpark feiert unter dem Motto «Europa.Gemeinsam.Erleben» im laufenden Jahr seinen 50. Geburtstag. (zu dpa: «Europa-Park geht ins All - Weltraum bekommt Themen-Bereich») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Achterbahn Euro-Mir: ARCHIV - 13.03.2025, Baden-Württemberg, Rust: Die Achterbahn Euro-Mir ist im Europa-Park zu sehen. Deutschlands größter Freizeitpark feiert unter dem Motto «Europa.Gemeinsam.Erleben» im laufenden Jahr seinen 50. Geburtstag. (zu dpa: «Europa-Park geht ins All - Weltraum bekommt Themen-Bereich») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Europa-Park ersetzt die Achterbahn Euro-Mir durch eine neue Familienachterbahn.
  • Der russische Themenbereich bleibt erhalten, wird aber verkleinert.
  • Neues Weltraum-Areal entsteht in Zusammenarbeit mit der ESA, Fertigstellung bis 2028 geplant.
  • 2024 wird ein Monaco-Bereich eröffnet, Fürst Albert II. soll zur Eröffnung kommen.
  • Europa-Park feiert sein 50-jähriges Jubiläum mit 2-3 % mehr Besucher*innen als im Vorjahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Europa-Park im südbadischen Rust will dem Weltraum einen eigenen großen Themen-Bereich widmen. Eine Hauptattraktion wird die Achterbahn Euro-Mir sein, die seit 1997 im russischen Themenbereich im Betrieb ist, soll komplett abgebaut und mit neuer Technik komplett neu errichtet werden, wie Parkchef Roland Mack sagte. „Wir werden den Namen wahrscheinlich ändern“, kündigte er mit Blick auf das große Fahrgeschäft an. Eine Entscheidung dazu gebe es bisher nicht.

„Wir sind mit der europäischen Raumfahrtbehörde Esa im Gespräch, um zu kooperieren“, fügte Mack mit Blick auf das geplante Areal hinzu, das voraussichtlich 2028 fertig sein werde. Neben der neuen Achterbahn solle es dort weitere Fahrattraktionen geben. Der Mitgründer des Freizeitparks hatte bereits angekündigt, die 1997 eröffnete Euro-Mir-Achterbahn in einigen Jahren zu ersetzen. Einzelheiten waren aber offen geblieben.

Russland-Bereich soll bleiben

„Die Achterbahn Euro-Mir soll durch eine neue Familienachterbahn unseres Mutterunternehmens Mack-Rides ersetzt werden. Damit werden wir dem rasanten technologischen Fortschritt im Achterbahnbau gerecht und bieten gleichzeitig unseren Besuchern auch künftig einzigartige sowie neue Erlebnisse“, erklärt der Europa-Park im Namen des Inhabers dem „Schwarzwälder Boten“.

Der Park hatte im vergangenen Jahr mit der „Voltron Nevera“ die vorläufig letzte Groß-Achterbahn eingeweiht. Die neue Euro-Mir soll den Plänen zufolge eine Achterbahn für die ganze Familie sein - „Voltron Nevera“ richtet sich hingegen vornehmlich an ein jüngeres Publikum.

Die Euro-Mir ist bisher dem russischen Themen-Bereich zugeordnet, der nach Macks Worten zwar bleiben soll, aber in verkleinerter Form. „Das historische Russland werden wir nicht zurückbauen“, kündigte er mit Blick auf das Areal mit Datschafassaden und goldene Zwiebeltürmchen an.

Bisher hatte der Mitgründer der Freizeitanlage nördlich von Freiburg inhaltliche Änderungen im russischen Themen-Bereich abgelehnt, der bereits seit 1998 existiert. Der Grund: Mack wollte sich die Agenda nicht von Politik und Krisen vorgeben lassen. Russland führt seit gut dreieinhalb Jahren einen blutigen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine.

Neuer Monaco-Bereich: Fürst Albert II. kommt nach Rust

In dem Park gibt es bisher 17 Themen-Bereiche, die europäischen Ländern gewidmet sind. Im kommenden Jahr soll der Kleinstaat Monaco dazukommen. Im Frühjahr dürfte der monegassische Fürst Albert II. nach Rust kommen, kündigte Mack an.

Die Freizeitanlage in dem früheren Fischerdorf Rust gibt es seit 50 Jahren. Mack zog eine positive Bilanz des Jubiläumsjahrs. Er reche mit einem Plus bei Besucherinnen und Besuchern um zwei bis drei Prozent. Die Besucherzahl dürfte damit im Geschäftsjahr 2025/26, das bis Ende März läuft, erneut über sechs Millionen liegen.