Sprengstoffdrohung am Oktoberfest: Was wir über den Großeinsatz in München wissen und was nicht

Oktoberfest bleibt nach Bombendrohung vorerst geschlossen
Matthias Schrader/AP/dpa- Explosion und Brand in Münchens Stadtteil Lerchenau – Sprengfallen und ein ausgebrannter Transporter.
- Ein Toter identifiziert – Tatverdächtiger soll auch die Wiesn mit Bombendrohung bedroht haben.
- Oktoberfest bleibt nach Drohung bis mindestens 17 Uhr geschlossen – Gelände wird durchsucht.
- Polizei prüft Zusammenhang der Tat mit Familienstreit und möglichem Antifa-Bezug.
- Unklar, ob die Wiesn am Mittwoch noch öffnet – Entscheidung am Nachmittag erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein abgebranntes Haus mit Sprengfallen, ein Toter und eine Sprengstoffdrohung gegen die Wiesn: Rund um die Geschehnisse am Morgen in München sind noch viele Fragen offen.
Was wir zum Großeinsatz in München wissen:
Ein Brand: Am Morgen gab es in einem Wohnhaus im Münchner Stadtteil Lerchenau Explosionen und ein Feuer. In dem Haus wurden Sprengfallen gefunden, vor Ort stand außerdem ein völlig ausgebrannter Transporter.
Ein Toter: In der Nähe, am Lerchenauer See, wurde ein Schwerverletzter gefunden, der später starb. Eine weitere Person wird nach Polizeiangaben vermisst, von ihr gehe aber keine Gefahr aus. Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um den Tatverdächtigen der Brandstiftung. „Das ist der Tatverdächtige“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch auf Anfrage zur inzwischen abgeschlossenen Identifikation des Manns. Er könnte auch für eine „relativ unspezifische“ Sprengstoffdrohung gegen das Oktoberfest verantwortlich sein.
Die Wiesn: Die Stadt München teilte mit, wegen einer „unspezifischen Sprengstoffdrohung im Zusammenhang mit der Explosion im Münchner Norden“ bleibe das größte Volksfest vorerst bis 17 Uhr geschlossen. Es gebe ein entsprechendes Schreiben des Täters. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagt: „Es geht darum, dass ein Täter die Wiesn bedroht hat und die Polizei und der Koordinierungskreis einhellig zu der Auffassung kamen, dass wir dieses Risiko, Menschen auf das Oktoberfest zu lassen, nicht eingehen können.“ Das Oktoberfestgelände wird abgesucht, auch Mitarbeiter mussten die Wiesn verlassen. Am frühen Nachmittag wird laut Stadt entschieden, wie es weitergeht.
Was wir rund um die Sprengstoffdrohung nicht wissen:
Die Hintergründe: Die genauen Hintergründe der Tat sowie das Motiv waren zunächst unklar. Die Polizei geht davon aus, dass das Haus „im Rahmen eines Familienstreits“ angezündet wurde, prüft nach eigenen Angaben aber auch einen Zusammenhang mit der Antifa. Auf der Website „indymedia.org“ wurde am frühen Morgen ein Text mit dem Titel „Antifa heißt Angriff“ gepostet. Darin hieß es: „In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus.“
Das Oktoberfest: Ob die Wiesn am Mittwoch überhaupt noch öffnet, ist unklar. „Die Polizei wird alles tun, möglichst bis am Nachmittag um 17 Uhr die Wiesn komplett durchsucht zu haben, um damit Sicherheit zu gewähren. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich mich wieder melden, dann wird die Wiesn heute gar nicht eröffnet“, sagte Oberbürgermeister Reiter auf Instagram. „Tut mir leid, anders geht’s nicht, Sicherheit geht vor.“
