Erneut Schießerei in Plochingen: Mann angeschossen - Großeinsatz der Polizei - LKA prüft Zusammenhänge
Nachdem in Baden-Württemberg in den vergangenen Wochen mehrfach auf Personen geschossen worden ist, ermittelt jetzt das Landeskriminalamt (LKA), ob es Zusammenhänge zu den Fällen gibt.
In Plochingen ist am frühen Sonntagmorgen (2.4.) ein Mann angeschossen worden. Er sei ins Krankenhaus gebracht worden, aber nicht in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Der oder die Täter seien derzeit auf der Flucht.
Laut der Sprecherin wurde gegen 5.30 Uhr aus einem Auto heraus mehrere Schüsse auf den 34-jährigen Inhaber der Gaststätte abgegeben worden. Er war zur Tatzeit alleine in dem Lokal am Bahnhof. Das Opfer konnte das Krankenhaus laut den Ermittlern nach kurzer Zeit wieder verlassen. Fachleute sicherten Spuren am Tatort.Die Fahndung nach einem Auto, aus dem heraus geschossen worden war, blieb zunächst erfolglos.
Polizei prüft Zusammenhang zu ähnlichen Vorfall
Es ist bei weitem nicht der erste Fall dieser Art in der Region in jüngster Vergangenheit: In Plochingen selbst war am 25. Februar ebenfalls ein Gastwirt angeschossen worden. Der 66-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Er hatte nach damaligen Angaben gegen 3.20 Uhr mit Gästen das Lokal verlassen, weil Geräusche von zerbrechendem Glas zu hören gewesen waren. Als die Gruppe zwei maskierte Personen vor einem beschädigten Fenster eines Friseurgeschäftes bemerkte, sprach sie die Verdächtigen an. Daraufhin habe einer der beiden Unbekannten geschossen und den 66-Jährigen getroffen. Stunden später wurde der Polizei gemeldet, dass im nicht weit entfernten Reichenbach ebenfalls an einem Friseurgeschäft Scheiben zerschossen worden waren.
Drei Tage danach bildeten das LKA und das Polizeipräsidium Reutlingen eine gemeinsame Ermittlungsgruppe. Auch Vorfälle mit Schüssen aus den Bereichen der Präsidien in Ulm und Stuttgart werden hier unter die Lupe genommen, wie ein LKA-Sprecher am Sonntag erklärte. „Die Zusammenführung beim LKA BW dient dem Ziel, die vorhandenen Ermittlungs- und Auswertungserkenntnisse zentral zusammenzuführen, um die Auswertung in einem übergreifenden Kontext durchzuführen und die Ermittlungen zu bündeln.“ Wenn mögliche Zeugen etwas Auffälliges bemerkt haben, sollten sie sich bei den Beamten melden, hieß es.
Ebenfalls Ende Februar war aus einem fahrenden Auto heraus auf eine 21-Jährige in Eislingen/Fils (Landkreis Göppingen) geschossen worden. Sie war dabei am Bein verletzt worden. Kurze Zeit später hatte ein Zeuge von einem schussähnlichen Geräusch im nahe gelegenen Donzdorf berichtet. In Ostfildern (Landkreis Esslingen) hatte es Mitte Februar nach einer Auseinandersetzung einen Schusswechsel gegeben.
Mitte März hatten Unbekannte in Stuttgart auf einen 32-Jährigen geschossen und ihn verletzt. Ebenfalls im vergangenen Monat wurde ein FDP-Politiker in der Gemeinde Hattenhofen (Landkreis Göppingen) angeschossen und verletzt. Die Hintergründe waren unklar.



