Rulantica-Bad bei Rust
: Missbrauch bei Freizeitbad – Rumänien liefert Verdächtigen aus

Er soll ein Mädchen aus dem Freizeitbad Rulantica gelockt haben: Nun soll ein 31-Jähriger binnen weniger Tage ausgeliefert werden. Ein rumänisches Gericht hatte das entschieden.
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dpa/swp
Rust
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Wasserpark Rulantica: ARCHIV - 19.07.2024, Baden-Württemberg, Rust: Wasser fällt aus einer Attraktion auf Menschen, die im Wasserpark Rulantica baden. Von dort soll ein Mann sein Mädchen weggelockt und in einem Wald missbraucht haben. (zu dpa: «Gericht entscheidet über Auslieferung von Rust-Verdächtigen») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Wasserpark Rulantica im Freizeitpark Rust: Von dort soll ein Mann sein Mädchen weggelockt und in einem Wald missbraucht haben.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • 31-jähriger Rumäne wegen mutmaßlichem Missbrauchsfall in Rulantica verhaftet.
  • Verdächtiger soll Mädchen aus Wasserpark in den Wald gelockt und missbraucht haben.
  • Kind wurde 5 km entfernt aufgefunden, Ermittlungen durch Überwachungsvideos unterstützt.
  • Mann in Rumänien gefasst, Auslieferung an Deutschland binnen 10 Tagen geplant.
  • Verdächtiger per internationalem Haftbefehl gesucht, Zeuge identifizierte ihn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem mutmaßlichen Missbrauch eines kleinen Mädchens aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden wird der in Rumänien verhaftete Tatverdächtige demnächst den deutschen Behörden übergeben. Die Auslieferung müsse binnen zehn Tagen umgesetzt werden, entschied das Appellationsgericht im nordwestrumänischen Oradea, wie eine Sprecherin des Gerichts der Deutschen Presse-Agentur am Montag sagte.

Diese Frist laufe bereits seit der Gerichtsentscheidung vom Samstag. Das genaue Datum der Umsetzung sei eine technische Frage, über die sich die deutschen und rumänischen Behörden einigen.

Verdächtiger mit internationalem Haftbefehl gesucht

Der 31-jährige Rumäne sei im Dorf Tileagd im Nordwesten des Landes, aufgrund eines internationalen Haftbefehls gefasst worden und befinde sich nun nach einem Gerichtsbeschluss in Oradea für bis zu 30 Tage in Haft, teilte das Polizeipräsidium Bukarest mit.

Unklar ist weiterhin, ob der Mann schon vernommen wurde. Dem 31-Jährigen wird vorgeworfen, das sechs Jahre alte Kind am Samstag vergangener Woche aus dem Bad heraus in einen Wald gelockt und sexuell missbraucht zu haben. Das hilflose Mädchen war fünf Kilometer entfernt vom Schwimmbad gefunden worden.

Nach dem Vorfall hatte es mehrere Tage gedauert, bis die Polizei dem Verdächtigen auf die Spur kam. Der Erlebnispark hatte seine Überwachungsvideos zur Verfügung gestellt. Auf ihnen war letztlich auch zu sehen, wie der Mann das Kind am vergangenen Samstag ansprach. Ein unbeteiligter Zeuge konnte den 31-jährigen Rumänen identifizieren. Dieser war in seiner Wohnung aber nicht mehr anzutreffen, auch sein Reisepass fehlte. Sechs Tage nach der Tat wurde er von den rumänischen Behörden festgenommen.