Radarkontrolle in BW
: Eine Woche Blitzermarathon – wo die Blitzer stehen (und wo nicht)

Vom Montag (5.8.) an findet ein europaweiter Blitzermarathon statt. Auch in Baden-Württemberg sind die Radarfallen scharfgeschaltet – im Nachbarland Bayern läuft es anders.
Von
Roland Müller
Stuttgart
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Radarkontrolle: ARCHIV - 08.03.2024, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Auto fährt auf einer Zufahrtsstraße zur Innenstadt von Stuttgart an einem Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle vorbei. (Wischeffekt durch Langzeitbelichtung) (zu dpa: «Autofahrer aufgepasst: «Blitzermarathon» in Rheinland-Pfalz») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Radarkontrolle bei Stuttgart: In Baden-Württemberg wird eine Woche lang verstärkt geblitzt.

Bernd Weißbrod/dpa

Augen auf im Straßenverkehr – das gilt natürlich sowieso und immer. Autofahrer sollten in der Woche vom Montag, 5. bis Sonntag, 11. August, allerdings auch ihren Tacho besonders im Blick behalten. In dieser Woche findet wieder ein „Blitzermarathon“ der Polizei statt. Bei der „Speedweek“ stehen laut ADAC besonders unfallträchtige Streckenabschnitte im Fokus; außerdem wird verstärkt in sensiblen Gebieten, etwa in der Nähe von Schulen, geblitzt.

Unfallstellen und Schulen besonders im Visier

Auch in Baden-Württemberg beteiligt sich die Polizei an der europaweiten Aktion, wie ein Sprecher des Landesinnenministeriums auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE bestätigt. Autofahrer, die sich nicht ans Tempolimit halten, müssen daher verstärkt mit Radarkontrollen rechnen. „Die Geschwindigkeitskontrollwoche ist ein wichtiger Baustein zur zielgerichteten Bekämpfung der Unfallursache Nr. 1 bei tödlichen Verkehrsunfällen und zielt insbesondere darauf ab, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen und das Geschwindigkeitsniveau nachhaltig zu senken, um schwere Unfälle zu verhindern“, teilt das Ministerium mit. „Die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird dabei mit mobilen und stationären Kontrollen landesweit verstärkt überwacht.“ Die „ROADPOL“-Geschwindigkeitskontrollwoche sei europaweit abgestimmt. Wo genau geblitzt wird, entscheide jede Dienststelle der Polizei eigenständig.

Bayern nimmt diesmal nicht am Blitzermarathon teil

Dennoch nehmen nicht alle Bundesländer teil: Die Polizei in Bayern, Bremen und das Saarland sind bei dieser Variante des Blitzermarathon nicht mit von der Partie. Für die Region Ulm/Neu-Ulm gilt also: Auf der einen Seite der Donau ist das Risiko, bei zu schnellem Fahren erwischt zu werden, größer als auf dem Gebiet des Freistaats.

Eigentlich findet der Blitzermarathon stets im April statt, in diesem Jahr war es die Woche vom 15. bis 21. April. Damit ist es schon die zweite Aktion in diesem Jahr. Die Ausbeute kann durchaus üppig ausfallen: Im April wurden in Baden-Württemberg insgesamt 14.000 Temposünder geblitzt.