Blitzermarathon 2024
: Reiche Knöllchen-Ernte: Im Südwesten blitzt es knapp 14.000 Mal

Hunderte Polizisten sind am Haupttag des "Blitzermarathons" unterwegs gewesen, um Temposünder auf frischer Tat zu erwischen. Es gab eine reiche Knöllchen-Ernte
Von
Sven Kaufmann
Stuttgart
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Blitzermarathon in Baden–Württemberg: ARCHIV - 24.03.2022, Baden-Württemberg, Mannheim: Ein Polizist kontrolliert mit einem Lasergerät an der Bundesstraße 36 die Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Mehrere Bundesländer beteiligen sich am europaweiten, 24 Stunden dauernden „Blitzermarathon“. Dabei kontrolliert die Polizei mit einem verstärkten Aufgebot Geschwindigkeitsverstöße im Straßenverkehr. (zu dpa: «Trotz Kritik und Zweifeln: Mit «Blitzermarathon» gegen Temposünder») Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Reiche Knöllchen-Ernte: Beim Blitzer-Marathon 2024 in Baden–Württemberg wurden fast 14.000 Autofahrer geblitzt.

Uwe Anspach/dpa

"Potzblitz – erwischt!" Manch einer oder eine wird sich am Freitag die Augen gerieben haben, wenn ihn am Steuer unvermittelt ein "Blitz" traf, oder er zu spät bemerkte, dass er soeben zu schnell an einer der aufgestellten Radarfallen am Straßenrand vorbeigesaust war: Die Polizei im Südwesten hat trotz vieler Vorberichte und Warnungen beim  so genannten Blitzer-Marathon eine reiche Knöllchen-Ernte eingefahren. Am Schwerpunkttag Freitag, 19. April, sind nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart fast 14.000  Fahrzeuge geblitzt worden. Das waren 430 "Geblitzte" mehr als im Vorjahr.

Knöllchen und Fahrverbote: Die Bilanz der Polizei zum "Blitzer-Freitag"

  • Knapp 1000 Polizistinnen und Polizisten sowie Beschäftigte der Kommunen waren an dem Tag im Einsatz.
  • Landesweit gab es 425 Kontrollstellen.
  • 13.659 Menschen wurden mit zu hohem Tempo erwischt
  • Mehr als 400.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert.
  • 113 Fahrverbote wurden ausgesprochen.

Bereits seit Montag beteiligte sich Baden-Württemberg an der europaweiten Aktionswoche. Beamte gingen mit mobilen und stationären Kontrollen vor allem vor Schulen, Kitas und Altenheimen gegen Autofahrerinnen und Autofahrer vor, die zu schnell unterwegs waren. Am Freitag wurden mehr mobile Blitzer aufgestellt und die Polizeibeamten kontrollierten die Autofahrer mit einer höheren Frequenz. Ziel der verstärkten Kontrollen ist nach Angaben des Landesinnenministeriums eine Sensibilisierung für den häufigsten Grund für tödliche Verkehrsunfälle: zu hohe Geschwindigkeit.

Die Verkehrssicherheit werde mit dem Blitzermarathon in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und ins Bewusstsein geholt, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag mit. „Und das gelingt uns richtig gut: Heute und in den Tagen dieser Woche beschäftigen sich viele Menschen im Land mit den furchtbaren Folgen des zu schnellen Fahrens.“

Bei der Verkehrssicherheitsaktion «sicher.mobil.leben“ wurde am Mittwoch zudem der Fokus auf den Güterverkehr gelegt. 5492 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 2407 Verstöße wurden registriert.