Parkplatz-Streit: Niedernhall gedenkt getötetem Zwölfjährigen

Blumen und Kerzen liegen auf einem Parkplatz eines Supermarktes in der Criesbacher Straße. Ein 18-Jähriger soll einen zwölfjährigen Jungen am Donnerstagabend in der kleinen Gemeinde Niedernhall nach einem Streit auf dem Parkplatz mit dem Auto verfolgt und absichtlich auf seinem Fahrrad angefahren haben. Das Kind starb noch vor Ort. (zu dpa: «Niedernhall gedenkt getötetem Zwölfjährigen»)
Marius Bulling/dpa- Gedenkgottesdienst für getöteten Zwölfjährigen am 23.9.2025 in Niedernhall geplant.
- Junge wurde am 11.9.2025 auf Supermarkt-Parkplatz von einem Auto angefahren und starb.
- 18-jähriger Tatverdächtiger sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft.
- Familie des Kindes wählte Musik für die Gedenkfeier in der Laurentiuskirche aus.
- Bürgermeister rechnet mit 400–500 Gästen und spricht von großer Fassungslosigkeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem gewaltsamen Tod eines zwölfjährigen Jungen findet am Dienstag (23.9.2025) in Niedernhall (Hohenlohekreis) ein öffentlicher Gedenkgottesdienst statt. Die Feier soll laut evangelischer Kirchengemeinde und Stadt in der Laurentiuskirche abgehalten werden. Die Musikauswahl für den Gottesdienst habe die Familie des Kindes selbst übernommen. „Die gesamte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, um gemeinsam innezuhalten und Anteilnahme zu zeigen“, hieß es.
Fassungslosigkeit nach tödlichem Unfall
Bürgermeister Achim Beck rechnet mit 400 bis 500 Gästen. Für viele, die nicht unmittelbar betroffen seien von dem Unglück, sei dies ein Punkt, um „mit der Bewegtheit einen Abschluss zu finden“, sagte er der dpa. Aber die Gedenkfeier sei kein Schlusspunkt, sagte er auch mit Blick auf eine anstehende Gerichtsverhandlung. Zu ihm als Bürgermeister kämen immer noch viele Menschen aus Niedernhall, um ihre Fassungslosigkeit zum Ausdruck zu bringen. Der tragische Unfall habe aber auch gezeigt, dass sich die Menschen solidarisierten, dass sie spendeten, dass sie gedanklich bei der Familie seien, dass die Blaulichtfamilie funktioniere.
Der Gottesdienst findet knapp zwei Wochen nach dem Tod des Zwölfjährigen statt. Er war am Abend des 11. September auf dem Parkplatz eines Supermarkts von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen war es zuvor zu einem Streit mit einem 18 Jahre alten Heranwachsenden gekommen. Dieser soll den Jungen absichtlich angefahren haben. Der Tatverdächtige sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Die Hintergründe seien weiter Gegenstand der Ermittlungen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.
