Oktopus-Döner
: Hier dreht sich jetzt Oktopus am Spieß – und wandert in die Dönertasche

Tentakel statt Kalbfleisch: Die rumänische Kette Pescobar will mit ihrem Oktopus-Döner den deutschen Streetfood-Markt erobern.
Von
Laura Mensch,
dpa
Karlsruhe
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Calamari-Kebab: PRODUKTION - 07.11.2025, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Ein Mitarbeiter bereitet im Restaurant «Pescobar» das Fleisch für einen Calamari-Kebab zu. Nach der ersten Filiale in London hat ein rumänischer Meeresfrüchte-Anbieter nun seine zweite Filiale mit Calamari-Kebab in Karlsruhe eröffnet. (zu dpa: «Neuer Döner-Hype? Tentakel am Spieß sorgt für Wirbel») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mitarbeiter bereitet im Restaurant „Pescobar“ das Fleisch für einen Calamari-Kebab zu.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Die rumänische Kette Pescobar eröffnet in Karlsruhe eine Filiale mit Oktopus-Döner am Spieß.
  • Tentakel werden mariniert, gegrillt und wie klassischer Döner im Fladenbrot serviert.
  • Pro Portion kostet der Oktopus-Döner 14 Euro, täglich werden 300–400 verkauft.
  • Pescobar bietet auch Wraps und Hotdogs mit Tentakel-Füllung an.
  • Kunden sind neugierig, doch es gibt Kritik wegen Preis und Tierschutzbedenken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Döner gehört längst zum festen Bestandteil deutscher Imbisskultur. Doch in Karlsruhe gibt es nun eine ungewöhnliche Variante: Statt Fleisch dreht sich in der Innenstadt ein Spieß voller Oktopus-Tentakel. Die rumänische Kette Pescobar serviert dort den sogenannten Oktopus-Döner – Tentakel mit Saugnäpfen, zu einem Spieß gepresst und ähnlich zubereitet wie das klassische Fleischgericht.

Gründer Paul Nicolau beschreibt seine Kreation als „frischer, gesünder und trotzdem vertraut“. Nach erfolgreichen Tests in London wagt er nun den Schritt auf den deutschen Markt. Der Oktopus wird mariniert, gegrillt und anschließend – wie beim traditionellen Döner – frisch vom Spieß geschnitten. Mit Salat, Radieschen, Gurken und Aioli im Fladenbrot sieht das Ergebnis dem Original zum Verwechseln ähnlich, schmeckt aber eher nach Mittelmeer als nach Bosporus.

Calamari-Kebab: PRODUKTION - 07.11.2025, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Abgeschnittenes und gebratenes Fleisch liegt auf einer Grillplatte neben einem Calamari-Kebabspiess im Restaurant «Pescobar». Nach der ersten Filiale in London hat ein rumänischer Meeresfrüchte-Anbieter nun seine zweite Filiale mit Calamari-Kebab in Karlsruhe eröffnet. (zu dpa: «Neuer Döner-Hype? Tentakel am Spieß sorgt für Wirbel») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach der ersten Filiale in London hat ein rumänischer Meeresfrüchte-Anbieter nun seine zweite Filiale mit Calamari-Kebab in Karlsruhe eröffnet.

Philipp von Ditfurth/dpa

Zwischen Neugier und Kritik

Zum Start bildeten sich vor dem Karlsruher Laden lange Schlangen. Doch die Resonanz im Netz fällt gemischt aus: Während einige das maritime Aroma loben, verweisen andere auf die hohe Intelligenz der Tiere – oder auf den Preis von 14 Euro pro Portion.

Nach Angaben von Nicolau verkauft jede Filiale täglich rund 300 bis 400 Oktopus-Döner. Der verwendete Fisch stammt aus Mauretanien, Marokko und dem Senegal. Neben den Spießen bietet Pescobar auch Wraps und Hotdogs mit Tentakel-Füllung an.

Direkter Vergleich

Warum ausgerechnet ein Oktopus-Döner? „Fast Food wie Döner ist in Deutschland allgegenwärtig und beliebt. Da liegt es nahe, das Konzept neu zu interpretieren“, sagt Nicolau. Passenderweise liegt seine Karlsruher Filiale ausgerechnet neben einem traditionellen Kebap-Laden – maritimes Experiment trifft auf bewährte Dönerkultur.