Mückenplage in BW: 7 Tipps! Wie Sie sich vor der asiatischen Tigermücke schützen

Die asiatische Tigermücke ist kleiner als heimische Stechmücken und gut dem schwarz-weißen gefärbten Körper zu erkennen.
Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa- Asiatische Tigermücke breitet sich in Baden-Württemberg rasant aus – hartnäckige, invasive Art.
- Mücke ist tagsüber aktiv, bevorzugt menschliches Blut und könnte bald Tropenkrankheiten übertragen.
- Brutstätten vermeiden: Wasseransammlungen entfernen, Regentonnen abdecken, Dachrinnen säubern.
- Schutzmaßnahmen: Mückenschutzmittel wie Citronella, BTI-Tabletten gegen Larven, Fressfeinde fördern.
- Funde melden auf der Tiger-Plattform, um Experten bei der Überwachung zu unterstützen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie ist klein, gestreift – und äußerst hartnäckig. Hat die asiatische Tigermücke sich einmal in einer Region etabliert, ist es fast unmöglich, sie wieder loszuwerden. Die Stechmücke hat nämlich geringe Anforderungen, findet selbst bei starker Trockenheit kleine Wasseransammlungen, die ihr als Brutstätte ausreichen. Längst hat sich die invasive Art in Baden-Württemberg ausgebreitet, sich mancherorts zu einer richtigen Plage entwickelt. Im Vergleich zu vielen anderen Moskitos ist die Tigermücke nicht nur in der Dämmerung, sondern den ganzen Tag aktiv und verfolgt den Menschen auf Schritt und Tritt, denn: Sie hat eine Vorliebe für menschliches Blut.
Noch gilt die Mücke hierzulande als ungefährlich, ihre Stiche jucken allenfalls. Allerdings rechnen Experten damit, dass die Insekten künftig auch in Deutschland Tropenkrankheiten wie das Chikungunya-Fieber übertragen könnten. Die WHO hat kürzlich vor der Verbreitung des Virus gewarnt. Doch es gibt Vorkehrungen, mit denen man das Risiko einer Ansiedlung der Tigermücke minimieren kann.
7 Tipps: Wie man die Tigermücke bekämpft und sich vor Stichen schützt
- Tigermücken brüten in Wasseransammlungen, die mindestens sieben Tage stehen bleiben. Daher sollten alle potenziellen Brutstätten beseitigt werden: Gießkannen, Eimer oder Untersetzer umdrehen oder mit Sand befüllen.
- Regentonnen sollten lückenlos mit einem Deckel verschlossen oder mit einem feinmaschigen Moskitonetz abgedeckt werden.
- Alte Gefäße sollten vor dem Wegwerfen gründlich gereinigt werden, damit keine Mückeneier verschleppt werden. Auch Dachrinnen und andere Stellen, in denen sich Wasser sammeln kann, sollten regelmäßig gesäubert werden.
- Bei anstehenden Reisen in asiatische oder südamerikanische Länder wird eine Impfung gegen Tropenkrankheiten wie das Denguefieber empfohlen. Diese Impfung schützt auch vor einer Infektion durch die Tigermücke.
- In Deutschland gilt: Mückenschutz ist besser als eine Impfung. Geeignet sind dafür etwa Citronella- oder Lavendelöl, denn die Mücken haben ein äußerst sensibles Geruchsorgan.
- In betroffenen Gewässern können BTI-Tabletten helfen. Der Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis ist ein biologisches Insektizid, das Mückenlarven abtötet, aber allen anderen Insekten, Tieren und Pflanzen nicht schadet. Denn auch natürliche Fressfeinde wie Libellen oder Wasserkäfer können im Kampf gegen die Tigermücke helfen.
- Wenn Sie eine Tigermücke in Ihrem Garten entdecken, können Sie den Fund auf der Tiger-Plattform melden und so die Informationslage für Experten verbessern.

