Mordfall in Göppingen
: Freude am Töten – Was das Urteil gegen die Täterin vom Gerokweg bedeutet

Das Urteil gegen die 26-jährige Täterin des Göppinger Mordfalls ist inzwischen gesprochen. Im Podcast „Akte Südwest“ ordnet Reporterin Susann Schönfelder den Prozess ein.
Von
Roland Müller
Ulm/Göppingen
Angeklagte im Landgericht Ulm Prozess Mord im Gerokweg Göppingen, Mordprozess Akte Südwest

Die damals Angeklagte (rechts) wird in den Gerichtssaal geführt.

Susann Schönfelder/Bearbeitung: Raiola
  • Ulmer Landgericht: 26-Jährige wegen Mordlust zu lebenslanger Haft verurteilt, Schuld als besonders schwer bewertet.
  • Täterin tötete 46-jährigen Mann geplant und kontrolliert, um „angenehme Gefühle“ und „Spannungsabbau“ zu erleben.
  • Ziel der Angeklagten war es, als Serienmörderin berühmt zu werden.
  • Tat schockierte Angehörige und Nachbarn, Podcast „Akte Südwest“ beleuchtet die Folgen und Motive.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Es ging rein um die Freude an der Vernichtung eines Menschenlebens“, erklärt der Vorsitzende Richter Wolfgang Tresenreiter. „Ruhm und Anerkennung zu erlangen – viel tiefer stehend geht als Motiv nicht.“ Diese Worte aus der Urteilsbegründung des Ulmer Landgerichts zeigen, wie ungewöhnlich und verstörend der Mordfall aus dem Gerokweg in Göppingen ist: Eine junge Frau, die allein aus Mordlust tötet. Die für den Kick, jemanden sterben zu sehen, einen 46-jährigen Mann fesselt, erdrosselt und ersticht – und die als Serienkillerin berühmt werden will.

„Akte Südwest“, der Kriminalpodcast der SÜDWEST PRESSE, beschäftigt sich in einer Doppelfolge mit der Bluttat aus Göppingen – nun ist die zweite Episode erschienen. Gerichtsreporterin Susann Schönfelder spricht darin ein weiteres Mal über dieses außergewöhnliche Verbrechen. Es geht um das Urteil gegen die 26-jährige Angeklagte, die Psyche der Täterin – und um die schlimmen Folgen, die diese Tat bei Angehörigen des Opfers sowie Nachbarn ausgelöst hat. Außerdem werden in der Podcast-Folge Feedback und Fragen beantwortet, die das Akte-Team nach dem ersten Teil der Doppelfolge erreicht hatten.

„Es steckt wahnsinnig viel krimineller Energie in dieser Person“, sagt Schönfelder über die Täterin. Das Landgericht sah das genauso – es verurteilte die Frau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die 26-Jährige habe sich durch das Morden „angenehme Gefühle“ und einen „Spannungsabbau“ erhofft, erklärt Schönfelder, zudem wollte die Täterin mit diesem und weiteren Verbrechen berühmt werden. Gleichzeitig habe sich im Laufe des Verfahrens gezeigt, dass die Frau nicht im Affekt, sondern sehr kontrolliert und geplant gehandelt habe.

In der Podcast-Folge geht es auch um das aktuelle Hörer-Feedback – etwa um Kritik daran, dass in der Berichterstattung zu Verbrechen häufig viel über die Täter und Tatverdächtigen, aber wenig über die Opfer berichtet wird. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Opfer unverschuldet Gegenstand der Berichterstattung werden, anders als die Täter. Viele Berichterstatter nehmen deshalb Rücksicht auf Angehörige – und klammern immer wieder Informationen über das Opfer und sein Umfeld aus der Berichterstattung aus.

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Akte Südwest - Wahre Verbrechen im Südwesten
Jeden zweiten Mittwoch um 15.00 Uhr
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