Missbrauch im Internet
: 19 Mädchen zum Filmen sexueller Handlungen überredet

Ein Mann aus Heidelberg soll über Chatforen Mädchen manipuliert haben, um strafbare Inhalte zu erhalten. Die Taten erstrecken sich von 2023 bis zur Festnahme 2025.
Von
dpa
Heidelberg/Karlsruhe
Jetzt in der App anhören
Junge schaut auf sein Smartphone: ILLUSTRATION - Kinder und Jugendliche sollten bei neuen Online-Freundschaften vorsichtig sein, um nicht Opfer von Erpressung und Manipulation zu werden. (zu dpa: «BKA warnt vor gefährlichen Online-Gruppen für Minderjährige») Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Sextäter kontaktieren über das Internet immer wieder Jungen oder Mädchen, um an pornografisches Material zu kommen. Nun wird ein 46-jähriger Mann angeklagt.

Christin Klose/dpa-mag/dpa
  • 46-Jähriger aus Heidelberg wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt.
  • Tatzeitraum: 2023–2025; Festnahme im März 2025, seitdem in Untersuchungshaft.
  • Täter gab sich in Chats als Kind aus, manipulierte 19 Mädchen unter 14 zu sexuellen Handlungen.
  • Opfer sendeten Bild- und Videomaterial – teils gegen Geld in Form von Spieleplattform-Währungen.
  • Täter verschickte selbst kinderpornografisches Material, Ermittlungen durch Generalstaatsanwaltschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 46-Jähriger aus Heidelberg soll in 19 Fällen mit perfiden Täuschungs- und Manipulationstaktiken Mädchen dazu gebracht haben, ihm kinderpornografisches Material zu senden. Der Verdächtige wurde bereits im März festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Nun hat die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe Anklage wegen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in kinderpornographischer Absicht erhoben, wie ein Sprecher sagte.

Über soziale Medien und Chats junge Mädchen kontaktiert

Der Mann soll über verschiedene soziale Medien, Chatforen und Messenger-Dienste Kontakt zu Mädchen unter 14 Jahren hergestellt haben. Diese soll er dann dazu gebracht haben, sexuelle Handlungen an sich auszuführen und ihm davon Bild- und Videoaufnahmen zu senden. Dazu habe er selbst vorgetäuscht, ein Jugendlicher bzw. ein Kind zu sein.

Auch habe er seinen Opfern teilweise selbst kinderpornografisches Material gesendet. In einigen Fällen habe er obendrein finanzielle Leistungen angeboten, nämlich in Währungen von Spieleplattformen.

Der erste Fall soll sich im Februar 2023 abgespielt haben. Die kriminellen Handlungen zogen sich bis zur Festnahme im Jahr 2025.

Akte Südwest - Wahre Verbrechen im Südwesten
Jeden zweiten Mittwoch um 15.00 Uhr
Große Gerichtsprozesse, ungeklärte Fälle, spannende Podcasts und Hintergründe: Alles rund um Verbrechen und "True Crime" im Südwesten.