Mini-Chance auf Polarlichter: Wo sich in der Nacht ein Spaziergang in Baden-Württemberg lohnt

Dieser Schnappschuss entstand im Januar auf der Schwäbischen Alb bei Schnittlingen. Auch in der Nacht vom 20.3. auf den 21.3. könnten auf der Alb wieder Polarlichter zu sehen sein.
Andreas Eisele- Mini-Chance auf Polarlichter in Baden-Württemberg in der Nacht auf den 21.3.
- Beste Chancen auf der Schwäbischen Alb; Schnappschuss bei Schnittlingen im Januar
- Sonne wieder aktiv; erste Schockfront kam zu spät und zu schwach für Sichtbarkeit
- DWD: „streuselkuchenartige“ Bewölkung; Wolkenlücken v. a. Alb und Schwarzwald möglich
- Tipp: Kamera/Smartphone mit langer Belichtung nach Norden richten; Bilder einsenden
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weil die Sonne in den vergangenen Stunden wieder recht aktiv war, steigt aktuell die Chance auf Polarlichter – auch im Südwesten. Expertin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg rät daher: „Einfach mal schauen – aber nicht enttäuscht sein“, sollten die Polarlichter nicht sichtbar werden.
Die bunten Himmelslichter können entstehen, wenn Massenauswürfe der Sonne, also riesige Wolken aus geladenen Teilchen, auf das Magnetfeld der Erde treffen.
Das war nun wieder der Fall. Aber: „Die erwartete erste Schockfront kam heute früh an – aber erst, nachdem es hier schon hell war“, sagte Björn Voss, Direktor des Hamburger Planetariums. Abgesehen davon war die verursachte Reaktion des Erdmagnetfelds aber zu gering, als dass man – wenn es dunkel gewesen wäre - etwas gesehen hätte.
Meteorologin: Wolkenlücken sind heute Nacht möglich
Meteorologin Melissa Wirtz vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart ging von „streuselkuchenartiger, mittelhoher Bewölkung“ in der Nacht auf Samstag aus. Heißt: Immer wieder sollten sich Wolkenlücken bilden, die einen freien Blick in den Himmel ermöglichen. In Berglagen, also im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb, könnten die Chancen auf Wolkenlücken größer sein.
Polarlicht-Expertin Liefke ordnete aber auch ein: „Ich bin noch ein bisschen zurückhaltend mit einer Prognose, die Werte sind noch nicht so wirklich gut.“ Ein Versuch, die Lichter am Nachthimmel zu entdecken, lohne sich immer – man habe nichts verloren, wenn man nichts sieht.
Experten raten, ein Smartphone oder eine Fotokamera auf einem Stativ zu befestigen und mit möglichst langer Belichtungszeit in den nördlichen Nachthimmel zu fotografieren. Häufig werden Polarlichter hierzulande nur auf lange belichteten Fotos überhaupt sichtbar. Selbst einfache Handybilder würden die Polarlichter deutlicher zeigen, als man sie mit dem Auge sehe, sagte Voss vom Planetarium.
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