Kritik wegen Slogan: „Abstoßend“ – Kretschmann verteidigt Hagel gegen „Nazi-Parolen“-Vorwürfe

„Perfide Vorwürfe“: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, Mitte) nimmt den CDU-Fraktionschef Manuel Hagel (vorne rechts) in Schutz.
Bernd Weißbrod, dpa- Manuel Hagel kritisiert wegen Slogan "Umweltschutz ist Heimatschutz", der auch von Rechtsextremen genutzt wird.
- Rücktrittsforderung von Die Linke, CDU nennt es Wahlkampfmanöver.
- Ministerpräsident Kretschmann verteidigt Hagel, nennt Vorwürfe "perfide".
- Kretschmann verwendet ähnliche Begriffe selbst in seinem Buch und verweist auf Landesverfassung.
- Hagel kandidiert bei Landtagswahl 2026 gegen Cem Özdemir.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
CDU-Fraktionschef Manuel Hagel steht wegen der Nutzung einer auch von Rechtsextremen verwendeten Parole in der Kritik – Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nimmt seinen Koalitionspartner aber in Schutz. Die Rücktrittsforderung gegen Hagel wegen der Nutzung des Satzes „Umweltschutz ist Heimatschutz“ sei „schlichtweg abwegig“, sagte Kretschmann in Stuttgart. Wenn rechte Parteien heute einen Begriff missbrauchten, könne man nicht demokratischen Politikern gegenüber irgendeinen Vorwurf konstruieren.
Manuel Hagel hatte nach der Verkündung seiner Kandidatur für die Landtagswahl 2026 am Wochenende in seiner Rede den Satz „Umweltschutz ist Heimatschutz“ von sich gegeben. Dieser Slogan wird auch von Rechtsextremisten benutzt. Die Linkspartei forderte deshalb den Rücktritt von Hagel, die CDU nannte die Forderung ein „durchschaubares Wahlkampfmanöver“.
Auch Kretschmann hat den Begriff schon ähnlich benutzt
Kretschmann sprang Hagel trotz des aufziehenden Landtagswahlkampfs – bei dem wird Hagel gegen den Grünen-Politiker Cem Özdemir um das Amt des Ministerpräsidenten ringen – zur Seite. „Der Vorwurf ist perfide“, sagte er in Richtung der Linken. „Ich weiß nicht, was Leute umtreibt, die anderen solche abstoßenden Vorwürfe machen.“
Kretschmann räumte ein, er habe sich in seinem Buch ganz ähnlich zum Heimatbegriff geäußert. Zudem finde sich der Begriff auch in der Landesverfassung.
