Kind im Freizeitpark Rust missbraucht
: Nach Kindesmissbrauch im Rulantica – Tatverdächtiger in Rumänien gefasst

Tagelang suchen Ermittler einen Mann, der ein kleines Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockt und sexuell missbraucht haben soll. Jetzt ist er in Rumänien gefasst worden.
Von
Christian Wille
Rust
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Mädchen aus Freizeitbad Rulantica gelockt und missbraucht: 14.08.2025, Baden-Württemberg, Rust: Der Schriftzug "Rulantica" ist über dem Eingang des gleichnamigen Spaßbads des Europa-Parks zu sehen. Ein mutmaßlicher Täter hatte ein sechsjähriges Mädchen am Wochenende (09./10.08.2025) aus dem Freizeitbad gelockt und sexuell missbraucht. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein sechsjähriges Mädchen ist am Wochenende (09./10.08.2025) aus dem Freizeitbad gelockt und sexuell missbraucht worden. Jetzt konnte der Tatverdächtige in Rumänien geschnappt werden.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Sechsjähriges Mädchen in Freizeitbad Rulantica in Rust sexuell missbraucht – Täter gefasst.
  • 31-jähriger Verdächtiger wurde in Rumänien per internationalem Haftbefehl festgenommen.
  • Täter lockte das Kind aus dem Bad in einen Wald – keine Hinweise auf Vergewaltigung.
  • Opfer wurde fünf Kilometer entfernt gefunden, verängstigt, aber weitgehend unverletzt.
  • Überwachungsvideos und Zusammenarbeit mit rumänischen Behörden führten zur Festnahme.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Missbrauch eines kleinen Mädchens im Erlebnisbad Rulantica im südbadischen Rust wurde der Tatverdächtige festgenommen. Wo genau der 31-Jährige gefasst wurde, ist bislang nicht bekannt. „Zu der Festnahme in Rumänien liegen derzeit keine weiteren Informationen vor“, erklärte die Polizei am Freitagabend. Nach dem Rumänen war mit internationalem Haftbefehl gefahndet worden.

Ihm wird vorgeworfen, das sechs Jahre alte Kind am vergangenen Samstag aus dem Bad heraus in einen Wald gelockt und sexuell missbraucht zu haben. Das hilflose Mädchen war fünf Kilometer entfernt vom Schwimmbad gefunden worden.

Zusammenarbeit mit rumänischen Behörden

Erst Tage nach der mutmaßlichen Tat war die Polizei auf die Spur des Mannes gekommen. Das liege unter anderem an der Menge der Bilder, die erst nach und nach hätten ausgewertet werden können, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Der Verdächtige, der nach Polizeiangaben in der Region wohnt und an dem Samstag das Bad besucht hatte, war nach der Tat durch Überwachungsvideos identifiziert worden. Der Europa-Park hatte diese als Betreiber zur Verfügung gestellt.

In Zusammenarbeit mit den rumänischen Sicherheitsbehörden gelang den deutschen Behörden nun der Ermittlungserfolg. Gegen den Mann war ein Haftbefehl wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes erlassen worden. Er sei in den späten Abendstunden am Freitag festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Wann er nach Deutschland ausgeliefert werden könnte, war zunächst unklar.

Keine Hinweise auf Vergewaltigung

Am Tattag hatte die Sechsjährige in dem Bad ihre Eltern aus den Augen verloren. Der Mann hatte dies offenbar bemerkt, das Kind laut Polizei angesprochen und ihm Hilfe angeboten. Dann habe er es in ein angrenzendes Wäldchen geführt und es dort aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.

Auf eine Vergewaltigung gibt es laut den Ermittlern keine Hinweise. Auch sonst blieb das Kind weitgehend unverletzt. Nach der Tat habe der 31-Jährige sein Opfer alleine zurückgelassen, teilte die Polizei mit. Sie habe sich verängstigt und nur mit Badeschlappen und Bikini bekleidet alleine und in der Dunkelheit durch den Wald gekämpft. Währenddessen suchten die Eltern verzweifelt im Bad nach ihrem Kind. Später entdeckte ein Zeuge das hilflose Kind in Grafenhausen.

Erst andere Männer im Visier der Ermittler

Bevor die Ermittler dem Festgenommenen auf die Spur kamen, hatten sie erst andere Verdächtige im Visier gehabt. Diese wurden später ausgeschlossen.

Ein unbeteiligter Zeuge, der ebenfalls auf dem Bildmaterial zu sehen gewesen war, hatte den Ermittlern schließlich den Hinweis auf die Identität des Mannes gegeben. „Von da an wussten wir, wer er ist“, hatte ein Polizeisprecher gesagt.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am späten Dienstagabend fanden die Beamten Kleidungsstücke, die der Verdächtige zum Tatzeitpunkt angehabt haben soll. Sein Reisepass war laut Polizei nicht auffindbar, die Pässe anderer Familienangehöriger hingegen schon, weshalb er direkt im Anschluss mit einem internationalen Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben wurde.

Mit Material von DPA

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