Hochwassergefahr
: An diesen Flüssen drohen Überschwemmungen

Starker Regen und Tauwetter lassen die Flusspegel wieder steigen – auch an Donau und Iller. Wo das Wasser über die Ufer treten könnte.
Von
Isabelle Jahn
Donauwörth/Ulm
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Sperrung wegen Hochwassers in der Nähe des Rheinpegels Maxau in Karlsruhe. Besonders im Süden von Baden-Württemberg und in Teilen Bayerns können am Wochenende die Wasserstände deutlich steigen.

Uli Deck/dpa

Steigende Temperaturen, schmelzender Schnee und üppiger Regen lassen die Hochwassergefahr in einigen Regionen steigen. An mehreren südlichen Zuflüssen der Donau in Bayern wie Iller, Günz und Mindel könne von Sonntag an Meldestufe drei von vier erreicht werden, meldete das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth am Freitag. In dem Fall können auch bebaute Gebiete überschwemmt werden. Die Donaupegel Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen werden voraussichtlich Meldestufen zwei bis drei erreichen oder überschreiten – eine amtliche Hochwasserwarnung wurde am Freitag herausgegeben. Im November waren die Fuß- und Radwege an der Donau in Ulm und Neu-Ulm wegen Überschwemmung einige Tage gesperrt worden.

An der Schmutter in Schwaben könne sogar Meldestufe vier erreicht werden. Größere Überflutungen bebauter Gebiete wären dann nicht ausgeschlossen. Auch an der Donau selbst könnten die Pegelstände demnach teils Meldestufe drei deutlich übersteigen.

Auch in Ober- und Mittelfranken warnten mehrere Wasserwirtschaftsämter am Freitag vor steigender Hochwassergefahr am Sonntag. Meist wurde aber höchstens mit kleineren Ausuferungen und Überschwemmungen abseits bebauter Gebiete gerechnet.

Hochwassergefahr auch in Rems, Kocher und Jagst

Bereits ab Samstag wurden auch für Baden-Württemberg ergiebiger Regen in Verbindung mit Tauwetter prognostiziert. Nach aktuellen Lageberichten der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg liegt der Schwerpunkt im Rheingebiet, in der Region Oberschwaben sowie im Schwarzwald. Am Rhein-Pegel Maxau bei Karlsruhe soll am Sonntag sogar die kritische Marke von 7,50 Metern überschritten werden. Ab dieser Höhe wird der Flussabschnitt meist für die Schifffahrt gesperrt. Auch in östlichen Bereichen des Landes und damit in Rems, Kocher und Jagst können die Wasserstände teilweise rasch ansteigen.

Regen und Plusgrade vorhergesagt

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kann es bis zu 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden in Anstaulagen des Schwarzwaldes geben. Bis zu 11 Grad Celsius werden am Wochenende im Rheintal und der Region Stuttgart erwartet. Auch in höheren Lagen sollen die Temperaturen im Plusbereich bleiben. Zwar soll es am Sonntag laut DWD zunächst etwas weniger regnen, doch vereinzelt kann es Schauer geben. In der Nacht zum Montag soll der Regen wieder deutlich zunehmen.

Warnungen vor Sturm

Dazu kommt in Baden-Württemberg ab Sonntag und voraussichtlich bis Montag starker Wind mit Windböen bis zu 60 Kilometern pro Stunde auf. Der DWD hat für einige Gebiete eine Unwetterwarnung herausgegeben. Im Bergland soll es zusätzlich auch in der Nacht stürmische und Sturmböen mit einer Stärke um 75 km/h geben, in Hochlagen des Schwarzwaldes schwere Sturmböen bis 100 km/h. Am Feldberg werden sogar orkanartige Böen um 110 km/h erwartet. (mit dpa)