Hochburgen der Landtagswahl
: Hier ist die AfD am stärksten

Das Ergebnis der AfD hat sich im Vergleich zur letzten Landtagswahl verdoppelt. Welche Regionen treiben den Aufstieg – und wo schneidet die Partei besonders stark ab?
Von
Paloma Schneider,
Daniel Wydra
Stuttgart/Ulm
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Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg: 09.03.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, nimmt an einer Pressekonferenz nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg teil. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Markus Frohnmaier von der AfD wollte Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden, hat aber nicht für den Landtag kandidiert.

Marijan Murat/dpa
  • Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag; AfD peilt Platz drei an.
  • AfD-Umfragewerte verdoppelt; aktuell 18 % mit Spitzenkandidat Markus Frohnmaier.
  • Erstmals Erst- und Zweitstimme; AfD hofft auf Direktmandate (Pforzheim, Rottweil-Tuttlingen).
  • Bei der Bundestagswahl stark: u. a. Rottweil-Tuttlingen 27,1 %, Zollernalb-Sigmaringen 26,2 %.
  • Ergebnisse werden ab 18 Uhr laufend aktualisiert; Karte zeigt Hochburgen nach Stimmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 8. März wählten die Menschen in Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Während die Grünen die Wahl knapp vor der CDU gewannen, ist die AfD die drittstärkste Kraft und die größte Oppositionspartei im Landtag.

Die AfD verdoppelte ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl. Die Partei hoffte auch, Direktmandate zu gewinnen – in einem Mannheimer Wahlkreis hat das geklappt.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die Hochburgen der AfD auf einen Blick und vergleichen die Ergebnisse der Landtagswahl mit denen der Bundestagswahl im vergangenen Jahr.

AfD kann ein Direktmandat gewinnen

Zum ersten Mal gab es bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Parteien haben deshalb auch Direktkandidaten aufgestellt, die über die Erststimme ins Parlament einziehen können. Besonders aussichtsreiche Wahlkreise für die AfD waren Pforzheim und Rottweil-Tuttlingen.

Doch das einzige Direktmandat holte die AfD im Wahlkreis Mannheim I. Bernhard Pepperl konnte sich ganz knapp gegen den CDU-Kandidaten Lennart Christ durchsetzen.

AfD insgesamt unter 20 Prozent

Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die Partei in 18 von 38 Wahlkreisen mehr als 20 Prozent der Stimmen. Besonders stark schnitt sie in den Wahlkreisen Rottweil-Tuttlingen (27,1 Prozent) sowie Zollernalb-Sigmaringen (26,2 Prozent) ab. Auch in Calw, Heilbronn und Pforzheim erreichte die AfD deutlich zweistellige Ergebnisse. Weitere Hochburgen waren Schwäbisch Hall-Hohenlohe, Odenwald-Tauber sowie Schwarzwald-Baar.

In Göppingen und Backnang-Schwäbisch Gmünd erzielte die Partei jeweils 23,3 Prozent der Stimmen, gefolgt von Biberach und Aalen-Heidenheim. Auch in Rastatt, Bruchsal-Schwetzingen, Offenburg, Reutlingen, Rhein-Neckar und Neckar-Zaber lag die AfD über der 20-Prozent-Marke.

Bei der Landtagswahl gibt es mehr Wahlkreise, doch generell hat die AfD ihre Ergebnisse entweder halten oder leicht ausbauen können. Auch in den Wahlkreisen Singen, Hechingen-Münsingen, Sigmaringen, Calw, Freudenstadt und Biberach erzielte die rechtsextreme Partei über 20 Prozent der Stimmen.

Aktuelle Landtagswahlergebnisse und Ausblick

Die Karte zeigt, in welchen Landkreisen die AfD (und andere Parteien, die Ergebnisse lassen sich nach Parteien durchklicken) besonders stark ist, getrennt nach Erst- und Zweitstimme. Die Wahlkreis-Karte umfasst alle 70 Wahlkreise. Per Mouseover oder Klick erhalten Sie weitere Details zu den einzelnen Regionen.

Aktuelle und vertiefende Informationen – lokal und überregional – finden Sie auf swp.de. In unserem Liveticker zur Landtagswahl berichten wir live vom Wahltag: von der Stimmung in den Wahllokalen bis zu den ersten Ergebnissen und Reaktionen der Parteien und Kandidierenden.

Vor der Wahl haben wir unter anderem analysiert, wie sich die Spitzenkandidaten auf Instagram und TikTok präsentieren. Kurz vor der Wahl sprachen Hagel und Özdemir mit der SÜDWEST PRESSE über ihre Pläne für die ersten Monate nach der Wahl. Der CDU-Politiker Hagel etwa sprach von einem radikalen Bürokratieabbau, sein Kontrahent Cem Özdemir erklärte, er wolle die Regierung verkleinern. Wie die beiden Parteien in diesem Jahr abgeschnitten haben, finden Sie in unserem Artikel zu den Hochburgen der CDU vs Grünen.

Wenn Sie mehr über die Spitzenkandidaten erfahren möchten, finden Sie bei der SÜDWEST PRESSE Porträts mit allen Spitzenkandidaten der Parteien.

Ergebnisse der Wahl: Wir berichten aus Ihrer Region

Die Lokalredaktionen der SÜDWEST PRESSE berichten über die Ergebnisse und die Reaktionen vor Ort: