Weil sie im Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie stehen, sind fünf Polizisten vom Dienst freigestellt worden. Dies teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Mittwoch in Stuttgart mit. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm in dem Fall ermittelt.

Ermittlungen in Chat-Gruppen ausgeweitet

Die Ermittler waren auf sie im Zuge der Recherche unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung in verschiedenen Chat-Gruppen eines Messenger-Dienstes gestoßen. Bei der Auswertung von Mobiltelefonen sei man auf ein Video mit kinderpornografischem Inhalt gestoßen, hatte die Behörde bereits am Dienstag erklärt. Das Video sei im Sommer 2019 von einem der Verdächtigen in einer Chatgruppe gepostet worden.
Am 16. Dezember 2022 kam es zu Durchsuchungsmaßnahmen, bei denen Mobiltelefone sowie Hardware und Speichermedien sichergestellt beziehungsweise beschlagnahmt wurden, wie Staatsanwaltschaft Ulm und LKA mitgeteilt haben. Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte gilt seit 2021 als Verbrechen mit einer Mindesthaftstrafe von einem Jahr.