Freizeit-Land Geiselwind
: Flammen verschlingen Gebäude – Vergnügungspark will bald öffnen

Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart zerstört das Feuer unter anderem ein Restaurant und einen Kiosk. Der Inhaber hält am Öffnungsplan fest, die Brandursache ist noch unklar.
Von
dpa
Geiselwind
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Brand im Freizeit-Land Geiselwind: 17.03.2025, Bayern, Geiselwind: Ein Feuerwehrmann strahlt Wasser auf verkohlte Gebäude- und Einrichtungsteile, im Hintergrund ist der Schrifzug "Piraten Schießstand" zu lesen. Im Freizeit-Land Geiselwind ist ein Feuer ausgebrochen. Ein Kiosk und der Gaststättenbereich im Eingang des Freizeitparks sind vollständig zerstört. Die Löscharbeiten dauern an. Foto: Pia Bayer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Löscharbeiten dauern an, nachdem bereits meterhohe Flammen im Freizeit-Land Geiselwind gewütet haben. Ein Kiosk und der Gaststättenbereich im Eingang des Vergnügungsparks sind vollständig zerstört.

Pia Bayer/dpa
  • Großbrand zerstört Gebäude im Freizeit-Land Geiselwind vor Saisonstart.
  • Restaurant und Kiosk betroffen, Schadenhöhe unbekannt.
  • Feuerwehr mit 150 Einsatzkräften verhindert Gastank-Explosion.
  • Parköffnung am 29. März geplant, keine Verletzten.
  • Erinnerungen an Brände in Europa-Park und Pullman City.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Vergnügungspark wird plötzlich zum Ort des Grauens: Verkohlte Gebäude und Fahrzeuge, aus den Trümmern lodern noch Flammen, die zuvor meterhoch schlugen. Ein Feuer im „Freizeit-Land Geiselwind“ hat immense Schäden angerichtet. Verletzte gibt es nach bisherigen Polizeierkenntnissen nicht, der Park ist momentan noch nicht für Besuchende geöffnet. Der Saisonstart ist für Ende März geplant – und zwar trotz Zerstörungen. Die Schadenshöhe war zunächst unklar. Sachverständige sollen nun die Brandursache herausfinden.

Das „Freizeit-Land Geiselwind“ ist über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt und liegt an der Autobahn 3 zwischen Nürnberg und Würzburg. Es existiert seit 1969 und verfügt über etwa 120 Fahrgeschäfte und Attraktionen, darunter mehrere Achterbahnen und Shows. Auch viele Tiere gibt es auf dem Areal – sie kamen nach Worten eines Polizeisprechers nicht zu Schaden.

Flammen bis zu 20 Meter hoch

Das Feuer war am Montagmorgen (17.03.2025) gegen 4.15 Uhr gemeldet worden. Die Einsatzkräfte konnten schon bei der Anfahrt viel Rauch und bis zu 20 Meter hohe Flammen erkennen, wie der Erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geiselwind, Johannes Hofmann, der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Wir haben viele Wehren aus dem gesamten Landkreis Kitzingen und aus dem Nachbarregierungsbezirk Schlüsselfeld nachalarmiert, weil anfangs die Wasserversorgung etwas brenzlig war hier.“

Brandursache noch unklar

Schnell sei klar gewesen, dass die betroffenen Gebäude, darunter ein Restaurant und ein Kiosk, nicht zu retten gewesen seien. „Die Gebäude waren verloren. Wir haben uns nur noch darauf gestützt, die Nebengebäude zu schützen, was uns auch so weit jetzt gelungen ist“, sagte Hofmann. Das Feuer sei dann rasch unter Kontrolle gewesen, die Nachlöscharbeiten liefen an. Ein Bagger sollte später die Trümmer auseinanderziehen, um Restlöscharbeiten zu ermöglichen.

Einen Tag nach dem Feuer, am 18.03.2025, ist die Brandursache noch unklar. Es gebe zum derzeitigen Stand keine Hinweise auf Brandstiftung oder eine Beteiligung Dritter, sagte ein Polizeisprecher. Das Feuer sei wohl in der Küche eines Restaurants ausgebrochen.

Parköffnung am 29. März geplant

Inhaber des Freizeitparks ist ein Betrieb mit Sitz im oberfränkischen Coburg. Laut Park-Homepage soll die Saison am Samstag, 29. März, beginnen. Derzeit laufen dort nach Polizeiangaben Vorbereitungsarbeiten für den Start nach der Winterpause.

„Der Saisonstart findet wie geplant statt, und wir freuen uns trotz dieses Vorfalls auf unsere Gäste und das bunte Treiben der Besucher im Park“, teilte ein Park-Sprecher wenige Stunden nach dem Feuer mit. Nach seinen Angaben arbeiten in der Saison bis zu 250 Menschen auf dem Areal, derzeit sind es für die Vorbereitungen etwa 30. 

Von dem Brand sei die Gastronomie „Bauernschänke“, die darin befindliche Küche, das IT-Büro mit Serverraum und eine Sanitäranlage betroffen gewesen, teilte der Sprecher mit.

Brand im „Freizeit-Land Geiselwind“: 17.03.2025, Bayern, Geiselwind: Ein Banner, auf dem Teile des Schriftzugs «Freizeit-Land Geiselwind» zu erkennen sind, hängt über einem Geländer, während Einsatzkräfte der Feuerwehr im Hintergrund mit Löschschaum sprühen. Im «Freizeit-Land Geiselwind» ist ein Feuer ausgebrochen. Ein Kiosk und der Gaststättenbereich im Eingang des Freizeitparks sind vollständig zerstört. (zu dpa: «Feuer wütet im «Freizeit-Land Geiselwind»») Foto: Pia Bayer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Lösch- und Bergungsarbeiten nach dem Brand im Freizeit-Land Geiselwind.

Pia Bayer/dpa

Gefahr durch Gastank – Feuerwehr verhindert Explosion

Wegen des Brandes sperrten Einsatzkräfte eine anliegende Staatsstraße in beide Fahrtrichtungen, die Autobahn 3 war weiter befahrbar.

Die Feuerwehr rückte in den frühen Morgenstunden mit einem Großaufgebot zum Brandort aus. „In der Spitze hatten wir circa 150 Einsatzkräfte aus dem ganzen Landkreis Kitzingen und aus dem Nachbarregierungsbezirk Schlüsselfeld im Einsatz“, sagte Hofmann. 

Weil unmittelbar neben dem Feuer ein Gastank stand, musste dieser entsprechend gesichert werden, um eine Explosion zu verhindern, wie eine dpa-Reporterin berichtete. 

Bei Tageslicht wurde das Ausmaß des Brandes deutlich – abgebrannte Bäume, verkohlte Holzbalken, Gerippe von Fahrzeugen und Gebäuden.

Erinnerungen an Brände in Europa-Park und „Pullman City“

Das Feuer erinnert an einen Brand in der Westernstadt „Pullman City“ in Eging am See in Bayern im Januar 2024. Damals war etwa ein Drittel der „Main Street“ niedergebrannt. Auch Teile der Erlebnisgastronomie wurden schwer beschädigt. Es entstand ein Millionenschaden. „Pullman City“ wurde 1997 eröffnet. Der Park für Cowboy-Fans zieht jährlich Hunderttausende Besucher an.

Auch im Europa-Park Rust brannte es bereits mehrere Male: Der Großbrand im Jahr 2018 hinterließ einen Millionenschaden. Auch das Feuer, das im Juni 2023 in einem Technikraum der Attraktion „Yomi-Zauberwelt der Diamanten“ ausgebrochen war, erforderte einen teuren und aufwendigen Wiederaufbau – Glück war aber, dass von den 25.000 Besuchenden, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in dem Freizeitpark befanden, niemand ernsthaft verletzt wurde.