Festnahme im Alb-Donau-Kreis
: Mann soll sexuellen Missbrauch auf den Philippinen beauftragt haben

Ein 56-Jähriger aus der Region soll Geld bezahlt haben, um sich Kindesmissbrauch per Livestream anzuschauen. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.
Von
Julia Horn
Alb-Donau-Kreis
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Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg: ARCHIV - 29.05.2024, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Ein Mitarbeiter des Cybercrime-Zentrums Baden-Württemberg, sitzt an seinem Arbeitsplatz. Das neu gegründete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat zum 1. Januar 2024 seine Arbeit aufgenommen und ist laut der Behörde landesweit zuständig für ermittlungstechnisch besonders anspruchsvolle Verfahren des Cybercrime. (zu dpa: «Erfolge im Kampf gegen Cyber-Täter - Experten weiter gesucht») Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat im Januar 2024 seine Arbeit aufgenommen. Es ist landesweit zuständig für besonders anspruchsvolle Verfahren der Cyberkriminalität. Dazu zählt auch Missbrauch im Netz.

Uli Deck/dpa
  • Ein 56-Jähriger aus dem Alb-Donau-Kreis wurde wegen sexuellen Missbrauchs per Livestream festgenommen.
  • Er soll zwischen 2018 und 2024 mindestens zweimal Geld an Personen auf den Philippinen gezahlt haben.
  • Der Mann steht zudem im Verdacht, kinderpornografische Inhalte besessen zu haben.
  • Er sitzt nun in Untersuchungshaft; Anklage wurde noch nicht erhoben.
  • Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat im Januar 2024 seine Arbeit aufgenommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 56-jähriger Mann aus dem Alb-Donau-Kreis ist am Dienstag (22. Oktober) festgenommen worden. Er soll den sexuellen Missbrauch von Kindern auf den Philippinen in Auftrag gegeben haben und „kinderpornografische Inhalte“ besessen haben. Das teilen das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Mittwoch (23. Oktober) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Zuvor hatten philippinische Behörden ein pädokriminelles Netzwerk auf dem Inselstaat zerschlagen. Sie kamen einer Frau auf die Spur, die gegen Bezahlung Live-Übertragungen von schwerem sexuellen Missbrauch an Kindern im Internet angeboten haben soll. Die betroffenen Kinder wurden laut Pressemitteilung durch die philippinischen Behörden in Obhut genommen.

Wohnung des Mannes wurde durchsucht

Die Auswertung der Geräte, die beschlagnahmt wurden, führte auf die Spur des 56-Jährigen. Er soll zwischen 2018 und 2024 mindestens zweimal Geld an Personen auf den Philippinen gezahlt haben, damit sie Kinder entsprechend seiner Wünsche misshandeln. Über einen Livestream soll er sich die missbräuchlichen sexuellen Handlungen angesehen und über die Chatfunktion bestimmt haben. Die Aufnahmen soll er dann gespeichert haben, um sie „zu späteren Zeitpunkten erneut zu betrachten“.

Der Beschuldigte steht außerdem im Verdacht, „kinderpornographische Inhalte“ besessen zu haben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden umfangreiche elektronische Speichermedien gefunden, die nun ausgewertet werden.

Beschuldigter sitzt in Untersuchungshaft

Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat einen Haftbefehl gegen den Mann erwirkt. Das ist möglich, weil es ein Teil der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe ist. Staatsanwaltschaften können Haftbefehle erwirken, indem sie einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Richter stellen, der den Haftbefehl dann erlässt. Das Cybercrime-Zentrum hat im Januar 2024 die Arbeit aufgenommen und ist landesweit zuständig für besonders anspruchsvolle Verfahren der Cyberkriminalität.

Der Beschuldigte sitzt nun in Untersuchungshaft. Aus welcher Gemeinde des Alb-Donau-Kreises er kommt, geben das Cybercrime-Zentrum und das Landeskriminalamt nicht bekannt. Noch gebe es keine Anklage, die Persönlichkeit des Mannes müsse geschützt werden, heißt es auf Nachfrage. Es sei aber eine größere Stadt im Kreis.