Die SWP-Redaktion empfiehlt: Nervige Pfeiftöne und Kita-Stress – unsere Geschichten der Woche

Ein kleines „P“ mit großer Wirkung: Diese Pfeiftafel vor dem Bahnübergang in Gerlenhofen zeigt den Lokführern an, wo sie ihren Warnton abgeben müssen. Nun ist klar, wie es dazu kam.
Franz GloggerSchlaflose Nächte, verärgerte Bürger – das ohrenbetäubende Pfeifen der Züge in Gerlenhofen war über Monate Stadtgespräch. Doch wie kam es wirklich dazu? Auch darüber gingen die Behauptungen auseinander, wurden gegenseitige Beschuldigungen ausgetauscht. Mein Kollege Niko Dirner ist der Sache auf den Grund gegangen. Es brauchte eine Anfrage aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes beim Eisenbahnbundesamt, um an die Infos zu kommen und Licht ins Dunkel zu bringen: Es waren nicht Beschwerden oder politischer Druck, sondern eine innerbetriebliche Entscheidung der Bahn, die zu der Lärmbelästigung führte. Dass die Sache bei den Anwohnern zu Protesten führte, war bei dem Ortstermin den Beteiligten durchaus klar. Die ganze Geschichte dieser aufklärenden Recherche finden Sie hier.

Elizabeth Nyachieng ist mit ihrer Familie nach Uganda in eines der größten Flüchtlingslager der Welt geflohen.?
Peter PaulsWährend wir oft von den Krisenherden dieser Welt hören, bleiben die Geschichten der Menschen, die im Schatten dieser Ereignisse leiden, meist ungehört. Im ostafrikanischen Uganda, fernab von den Schlagzeilen, spielen sich dramatische Schicksale ab. Es sind vor allem Flüchtlinge, die vor dem Krieg im Süd-Sudan fliehen, die dort unterkommen. Doch die Kriege in der Ukraine und Nahost verschärfen die Notlage verschärft: Die Helfer der Vereinten Nationen müssen mit immer weniger Geld immer mehr Menschen versorgen – mit schlimmen Folgen für die Betroffenen. Die nächste massenhafte Fluchtbewegung Richtung Europa könnte schon bevorstehen. Unser Autor Peter Pauls hat sich vor Ort in einem der größten Flüchtlingslager der Welt umgeschaut und mit den Menschen gesprochen. Seine Reportage lesen Sie hier [als kostenlose Leseprobe für Sie freigeschaltet].

Dünne Personaldecke in Kitas, fehlende Plätze: Stadträte und Elternvertreter sind sich einig, dass Neu-Ulm dringenden Nachholbedarf in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat.
Jens Büttner/dpaDie Kita-Krise in Neu-Ulm bringt meine Kollegin Beate Rose in unserem letzten Lese-Tipp auf den Punkt. Stadträte und Elternvertreter fordern mehr Einsatz von der Stadt, um den Mangel an Betreuungsplätzen und Personal zu beheben. Eltern sind frustriert, da die verkürzten Öffnungszeiten der Kitas sie beruflich ausbremsen. Es ist ein Beispiel, das zeigt, welche Kettenreaktion der Personalmangel und die bundesweite Kita-Krise auslösen – und wie schwierig es für Kommunen vor Ort ist, gegenzusteuern. Hier geht es zum Artikel.
