Die SWP-Redaktion empfiehlt
: Eine Ausmist-Helferin und ein Held für Menschen in Not – unsere Geschichten der Woche

Selbst die besten Geschichten gehen im Nachrichtenstrom manchmal unter. Die Redaktion hat lesenswerte Texte der Woche als „Best of“ zusammengestellt. Ein Artikel ist als Leseprobe für Sie freigeschaltet.
Von
Roland Müller
Ulm
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Christiane Mühmel ist Ordnungscoach und hilft dabei, dem Chaos Herr zu werden.

Foto: © varandah/adobe.stock.com/privat

Braucht es ein Grundstudium in Geologie, um in Ihrem Kleiderschrank jene Stücke zu orten, die „zu schade zum Wegwerfen“ sind, aber trotzdem seit 2018 nicht mehr getragen wurden? Haben Sie keine Ahnung, wo die wichtigen Unterlagen sein sollen, die Sie für die Steuer brauchen? Und stehen bei Ihnen auch noch die Kartons vom letzten Umzug in der Abstellkammer? Dann sind Sie vielleicht auch jemand, der mit dem Ausmisten und Ordnen so seine Problemchen hat. Natürlich ist es ein Luxusproblem in einer Konsumgesellschaft, zu viele Dinge zu besitzen – aber für manche dennoch eine Belastung. Weshalb es Menschen wie Christiane Mühmel gibt: Als „Ordnungscoach“ hilft die Ulmerin ihren Klienten, ihre Siebensachen und manchmal damit auch ihr Leben zu sortieren. Wie das geht, warum es Überwindung kostet und was sie dabei erlebt, hat sie meiner Kollegin Stefanie Müller erzählt – hier geht es zu der ordentlichen Geschichte.

Der Journalist Farhad Payar mit seiner Nichte Ghazaleh Zarea im Jahr 2019. Zarea wurde nun im Iran zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt.

Privat

Das Privileg, in Freiheit zu leben, die Demokratie – das wird bei uns zunehmend angegriffen, infrage gestellt. Oft leichtfertig, gedankenlos, allzu oft aber auch bewusst und böswillig. Einen Blick darauf, wie es in Willkür-Regimes wie dem Iran wirklich zugeht, und welche krassen Konsequenzen in einem System drohen, das Freiheit und Grundrechte mit Füßen tritt, wirft das Interview mit dem Journalisten Farhad Payar, das mein Kollege Moritz Clauß geführt hat. Als er eine Whatsapp vermeintlich von seiner Nichte bekam, wusste er, dass sie in Schwierigkeiten steckt – und der Text in Wahrheit vom iranischen Geheimdienst stammt. Warum der in Deutschland lebende Journalist trotzdem nicht aufhört, über das Regime in Teheran zu berichten, erzählt er im Interview hier [als kostenlose Leseprobe für Sie freigeschaltet].

Er war das Gesicht der Aktion 100.000 und Ulmer helft: Karl Bacherle.

Samuel Tschaffon

Er war das Gesicht – und das Herz – der Aktion 100 000 und Ulmer helft: Karl Bacherle, langjähriger Leiter der Benefiz-Aktion der SÜDWEST PRESSE. 27 Jahre lang brachte er Spender und bedürftige Empfänger der Spenden zusammen, trommelte, um Menschen in Not zu helfen, und traf jene, die die Hilfe gerade am nötigsten hatten – immer mit einem Lächeln. Von „den erfülltesten Jahren meines Lebens“ spricht Karl Bacherle heute. Jetzt geht er in den Ruhestand – und unser Chefredakteur Ulrich Becker hat ihm zum Abschied ein würdiges Porträt gewidmet, das ich Ihnen, falls Sie es verpasst haben, noch einmal ans Herz lege – es lohnt sich (auch dieser Artikel ist frei lesbar).