Die SWP-Redaktion empfiehlt: Der große Traum von der Musik-Karriere – und andere Geschichten der Woche

Maximilian Jäger singt und spielt Gitarre – und er will es schaffen mit seiner Musik-Karriere.
Volkmar KönnekeWie fühlt sich das an, wenn man vergessen wurde? Wenn die Welt sich nicht mehr dafür zu interessieren scheint, was vor kurzem noch Thema Nummer 1 war – sondern vielmehr irgendwelche „RKI Files“ nach Nebensätzen durchforstet, dass das ja eh alles unnötiger Quatsch war mit der ganzen Corona-Hysterie? Wenn die Leute auch insgeheim dich für „hysterisch“ halten, oder für wehleidig oder psychisch nicht ganz richtig im Kopf, weil du („echt? immer noch?“) nach wie vor mit den Folgen von Corona zu kämpfen hast?
„Den Unternehmen wurde in der Pandemie geholfen“, sagt Miriam Hürser, „aber wir Menschen werden jetzt im Stich gelassen“. Die 40-Jährige leidet an „Post Covid“, am chronischen Erschöpfungssyndrom, seit 2020 kommt sie nicht auf die Beine, ist schnell erschöpft, braucht für längere Strecken einen Rollstuhl. Mein Kollege Moritz Clauß hat die frühere Ulmerin in der Schweiz getroffen. Seine Geschichte ist nicht nur die einer Ungerechtigkeit und des Leidens im Stillen, auf das irgendwie keiner mehr Bock zu haben scheint nach der Pandemie. Sie ist auch die einer Frau, die sich trotz allem nicht unterkriegen lassen will – und sich „die Lebensfreude in kleinen Portionen zurückholen“ will. Hier geht es zur Geschichte von Miriam Hürster. Diesen Text haben wir als kostenlose Leseprobe für Sie freigeschaltet!

„Wir werden im Stich gelassen.“ Miriam Hürster lebt seit mehreren Jahren mit Post Covid und ME/CFS.
Moritz ClaußDein großer Traum, deine große Leidenschaft: Wie viel würde ich investieren, wie viele Opfer bringen, um in die Tat umzusetzen, was ich mir immer gewünscht habe? Das ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen, denen das eben nicht einfach so in den Schoß gefallen ist. Maximilian Jäger ist 28 Jahre alt und Industriekaufmann, arbeitet bei Liebherr. Doch seine Leidenschaft, das ist eben die Musik – also hat er seinen Job reduziert, um an seiner Musik-Karriere zu arbeiten. Sein viertes Album kommt eben auf den Markt, an Wochenenden ist er für Konzerte unterwegs, hofft auf den großen Durchbruch – will aber künstlerisch bei sich, bei seinem Stil bleiben. Meine Kollegin Janina Hirsch hat den Altenstadter getroffen und porträtiert – hier geht es zu ihrer Geschichte.

Reinhard Köhler hat eine Vorliebe für außergewöhnliche Instrumente wie dem Waterphone oder Gongs, aber er spielt auch gerne E-Bass.
Volkmar KönnekeA propos Kultur: Reinhard Köhler ist in Ulm eine Art Tausendsassa in der Kulturszene. Seit vielen Jahren steht der Ulmer als Musiker auf der Bühne, komponiert für Tanz- und Theaterperformances, fotografiert und erschafft Skulpturen, Installationen sowie Objekt- und Medienkunst. Eben einer jener Menschen, der sich mit 69 Jahren nicht bremsen lässt und ohne die in Ulm nicht viel passieren würde. Das Porträt meiner Kollegin Kristina Schmidl über Reinhard Köhler lesen Sie hier.
