Corona Schule und Kita
: Kostenlose Tests auf Coronavirus für Lehrer und Erzieher verlängert

Lehrer und Erzieher können sich jetzt länger als zunächst geplant kostenfrei und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen - auch ohne Symptome auf Corona.
Von
Chris Wille mit DPA
Stuttgart
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Eine kostenlose Testung auf das Coronavirus ist für Beschäftigte an Schulen und Kitas sowie in der Kindertagespflege jetzt länger möglich. Auch ohne Symptome.

Patrick Pleul, DPA

Lehrer und Erzieher können sich länger als zunächst geplant zwei Mal kostenfrei und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Das Zeitfenster, in dem dies für das gesamte Personal an Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege gelte, werde bis zum 1.11.2020 verlängert, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Die Tests seien wie bisher auch ohne Symptome auf das Coronavirus möglich, das Land übernehme bis zum Ende der Herbstferien die Kosten. „Damit können sie auch noch die ersten kühleren Tage abwarten, bevor sie sich testen lassen und ihre Tests gezielt wahrnehmen“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Für wen gelten die kostenlosen Coronatests?

Das Angebot gilt für das gesamte Personal an Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege:

  • Lehrer
  • Erzieher
  • Hausmeister
  • Schulsekretärin
  • alle weiteren Beschäftigten

Nach dem 1. November soll laut Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) ermittelt werden, wie viele Menschen von der Testmöglichkeit Gebrauch gemacht haben. „Diese Informationen und die weitere Beobachtung des Infektionsgeschehens im Umfeld von Schulen und Kitas werden uns Aufschlüsse für die weitere Teststrategie des Landes Baden-Württemberg geben“, erklärte Lucha.

Infektionsgeschehen mit weitere Corona-Tests beobachten

Von Oktober an sollen zusätzlich sogenannte Sentineltests starten, in je zwei Kitas und Schulen pro Regierungspräsidium. Das diene dazu, das Infektionsgeschehen zu beobachten und frühzeitig Hinweise auf bestimmte Entwicklungen zu bekommen. Sentinelerhebungen beruhen auf freiwilliger Mitarbeit, Daten werden als Nebenprodukt der gesundheitlichen Vorsorge oder Versorgung erfasst.

„Wir sind immer noch dabei, das Coronavirus zu verstehen und mehr Informationen über dessen Verbreitung zu gewinnen. Hier hilft uns das Sentinelverfahren und wird uns zusätzliche Informationen bringen, die wir dann nutzen können, um unsere Strategien im Umgang mit dem Coronavirus weiter zu verbessern“, sagte Lucha.