Blitzer-Marathon BW
: Achtung, Kontrolle! Worauf Autofahrer achten müssen

Kurz mal nicht aufgepasst und zack! Geblitzt! Kommende Woche müssen Autofahrerinnen und Autofahrer besonders achtsam sein, denn es wird verstärkt kontrolliert.
Von
dpa ,
Leonie Maschke
Stuttgart/Ulm
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Blitzer

In der Woche vom 13.4. bis zum 19.4. werden in Baden-Württemberg verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Pia Bayer/dpa
  • In Baden-Württemberg gibt es vom 13.4. bis 19.4. verstärkte Tempokontrollen.
  • Höhepunkt ist am Mittwoch der Speedmarathon – Polizei und Kommunen messen großflächig.
  • Kontrollen erfolgen innerorts, auf Autobahnen und Bundesstraßen, oft an Gefahrenstellen.
  • Ziel ist Sensibilisierung: Überhöhte Geschwindigkeit gilt als häufigste Unfallursache.
  • Bußgelder steigen mit Tempo und Ort; ab 16 km/h drohen mindestens 70 Euro, innerorts höher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kommende Woche sollte man nicht nur einen Blick auf die Spritpreisanzeige haben, sondern auch einen Blick auf das Tacho, denn: Es wird wieder großflächig geblitzt und kontrolliert in Baden-Württemberg.

Von Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April, ist wieder Blitzer-Marathon im Südwesten. Die sogenannte Speedweek soll Rasern zeigen, wie gefährlich ihr Verhalten ist.

Wir haben einen Überblick, was das für Autofahrer bedeutet und worauf sie achten müssen.

Was passiert kommende Woche?

In Baden-Württemberg wird von Montag bis Freitag verstärkt ein Fokus auf Geschwindigkeitsüberwachung gelegt, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Höhepunkt der Aktionswoche soll am Mittwoch der sogenannte Speedmarathon sein. Mit Laserhandmessgeräten, Geschwindigkeitsgroßmessgeräten, Videofahrzeugen und Blitzer-Anhängern wollen Polizei und Kommunen dann die Temposünder erwischen.

Wo wird überall geblitzt?

Dazu äußerte sich das Innenministerium nicht. Der ADAC schreibt auf seiner Homepage, dass sowohl auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts geblitzt werden soll. Außerdem könnten Blitzer an unfallträchtigen Streckenabschnitten oder in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage – etwa vor Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern oder Baustellen – aufgestellt werden.

Warum gibt es die Speedweek?

Die Menschen sollen für die Gefahr von überhöhten Geschwindigkeiten sensibilisiert werden. „Leider stirbt jeden Tag ein Mensch auf baden-württembergischen Straßen – und die Hauptursache ist überhöhte Geschwindigkeit“, erklärt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Laut dem Innenministerium ist überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer eins bei schweren und tödlichen Verkehrsunfällen.

Europaweit findet jedes Jahr im April und im August eine solche Geschwindigkeitskontrollwoche statt.

Wie effizient ist die Maßnahme?

Beim letzten Blitzermarathon im Südwesten wurden insgesamt 66.585 Verstöße festgestellt. Fast 800 Menschen mussten laut Innenministerium danach ihren Führerschein zeitweise abgeben. Das Innenministerium macht aber keine Angaben dazu, für wie wirkungsvoll man die Speedweek hält.

Ein Sprecher des ADAC erklärt, dass solche Blitzer-Aktionswochen einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisteten. Sie machten den Menschen die Risiken von zu schnellem Fahren bewusst. Der Sprecher stellt aber auch klar: „Eine solche Woche alleine schafft jedoch nicht sofort alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt.“ Wichtiger sei, dass alle stets aufmerksam und achtsam im Straßenverkehr unterwegs seien.

Ich bin zu schnell gefahren! Welche Strafen drohen nun?

Ein zu hohes Tempo kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Das Bußgeld richtet sich dem ADAC zufolge nach dem Ausmaß der Überschreitung und dem Ort des Verstoßes: Innerorts sind die Sanktionen in der Regel höher als außerorts. Bereits ab 16 Kilometern pro Stunde zu schnell drohen mindestens 70 Euro Bußgeld. Ab 26 km/h innerorts sind es 180 Euro, ein Punkt und bei Wiederholungstätern sogar ein Fahrverbot.

Bei sehr hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen – etwa ab 51 Kilometern pro Stunde innerorts – werden 560 Euro fällig. Zudem werden zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot verhängt. Wenn zum Beispiel andere Menschen gefährdet werden, kommen strafrechtliche Konsequenzen hinzu.

Beim Bundesministerium für Verkehr gibt es eine Übersicht der Verwarn- und Bußgelder für die verschiedenen Vergehen. Der ADAC bietet einen Bußgeldrechner an, wenn man sich unsicher ist, ob man eine Strafe fürchten muss oder in welcher Höhe die Sanktion ausfallen könnte.