Bauarbeiten nach Zugunglück
: Bahnstrecke bei Riedlingen bleibt länger gesperrt

Nach der bisherigen Planung sollten die Züge eigentlich nach den Herbstferien wieder fahren. Jetzt dauert es sechs Wochen länger.
Von
dpa
Riedlingen
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Bergungsarbeiten Ende Juli: Mit einem Kran wird an der Unfallstelle ein Waggon angehoben. Jetzt die Gleise erneuert.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Bahnstrecke bei Riedlingen nach Zugunglück bis 14. Dezember gesperrt – sechs Wochen länger als geplant.
  • Unfallursache: Erdrutsch durch Starkregen – drei Tote, über 30 Verletzte, Bergung schwierig.
  • Gleisarbeiten umfassen Erneuerung von 300 m Gleis, 700 m Schienen und 500 Betonschwellen.
  • Signalkabel werden ersetzt, Strecke bleibt ohne Elektrifizierung – Busse als Ersatzverkehr im Einsatz.
  • Entgleisung am 27. Juli 2025: Triebwagen verkeilt, Front eines Waggons riss ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem schweren Zugunglück in Riedlingen Ende Juli 2025 mit drei Toten und Dutzenden Verletzten bleibt die Bahnstrecke länger gesperrt als geplant. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Verkehr erst ab dem 14. Dezember wieder rollen wird, wie eine Sprecherin mitteilte. Ursprünglich sollten die Züge zwischen Munderkingen und Riedlingen zum Ende der Herbstferien mit Schulstart am 3. November wieder fahren. Die Sicherung eines Hangs sei aber aufwendiger als geplant. Für Fahrgäste seien weiter Busse im Einsatz.

Die Bahn plant, die Gleise im Bereich der Unfallstelle im Kreis Biberach auf einer Länge von rund 300 Metern zu erneuern. Das bedeutet nach Unternehmensangaben den Austausch von fast 700 Metern Schienen und rund 500 Betonschwellen. Zudem müssten auch Signalkabel ausgetauscht werden. Eine Oberleitung gibt es dort nicht, da die Strecke nicht elektrifiziert ist.

Bergungsarbeiten dauerten länger als geplant

Entgleist war am 27. Juli ein Triebwagen. Kurz vor dem Unglück hatte es ein schweres Unwetter mit Starkregen in der Region gegeben. Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass ein durch das viele Regenwasser ausgelöster Erdrutsch direkt an der Strecke die Entgleisung verursachte. Mehrere Waggons verkeilten sich ineinander. Der erste Wagen wurde eine Böschung hinauf geschoben und prallte gegen einen Baum, wobei die Front abriss. Der genaue Hergang und wird weiter untersucht.

Drei Menschen wurden bei dem Unglück getötet: der Lokführer, ein Auszubildender der Bahn sowie eine 70 Jahre alte Reisende. Mehr als 30 Fahrgäste wurden teilweise lebensgefährlich verletzt. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich in den Tagen nach dem Unfall wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerten länger als zunächst erwartet. Mit einem Kran wurden die teilweise völlig zerstörten Waggons von der Unfallstelle gehoben und mit Tiefladern abtransportiert.