In Konstanz ist erstmals die Asiatische Tigermücke nachgewiesen worden. Ein Stäbchen aus elf Eiablagefallen an der Bodenseebucht sei positiv getestet worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die Tiere sollen nun im näheren Umkreis des Fundorts biologisch bekämpft werden. Dazu werde ein Eiweiß verwendet, das die Larven der schwarz-weiß gemusterten Mücken töten, allen anderen Tieren und Pflanzen aber nicht schaden soll.

Mücke überträgt Dengue-Fieber und Zika-Virus

Da die aus Süd- und Südostasien eingeschleppte Tigermücke ihre Eier in kleinen Wasserbecken ablege, sollten Anwohner solche Möglichkeiten entfernen – zum Beispiel durch das Abdecken von Regentonnen oder das Entleeren von Vogeltränken.
Dass die eigentlich aus Südostasien stammende Mücke hierzulande in den warmen Monaten vorkommt, gilt als eine Folge der Globalisierung und des Klimawandels. Extremwetter helfen bei der Ausbreitung: Laut Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin vermehren sich die Mücken leichter, wenn sich lange warme Perioden mit Starkregenereignissen abwechseln.
Tigermücken können durch ihre Stiche Krankheitserreger wie das Dengue- und das Zikavirus übertragen. In Deutschland wurde die Tigermücke erstmals 2007 bei Bad Bellingen (Landkreis Lörrach) nachgewiesen. Seitdem häuften sich die Funde, insbesondere im Südwesten.