Für mehr als drei Tage soll dort bis Mittwochfrüh die Arbeit ruhen, wie der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am Freitag ankündigte. Ab Montag sollen dann auch die Kolleginnen und Kollegen im Personenverkehr in den Streik die Züge stehen lassen. Die Bahn geht davon aus, dass dann lediglich ein Viertel des Angebots im Fernverkehr gefahren werden kann.
Mehrere Wirtschaftsverbände kritisierten die Arbeitskampfaktion der Gewerkschaft im Güterverkehr. „Die deutsche Wirtschaft versucht gerade erst nach der Corona-Pandemie Fuß zu fassen“, teilte etwa die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) am Freitag mit und rief die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Es ist bereits der zweite Streik der Gewerkschaft im laufenden Tarifkonflikt. Von den Arbeitsniederlegungen in der vergangenen Woche waren Millionen Reisende betroffen. GDL-Chef Weselsky wies Kritik am eigenen Vorgehen am Freitag zurück: „Es ist nicht das Ziel der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Deutschland, den Eisenbahnverkehr lahm zu legen“, sagte er. „Sondern es ist das Ziel, bessere Einkommen zu erreichen, die Kleinstrente zu schützen.“