„Nicht annähernd erreichbar“: Pünktlichkeitsziel der Bahn wird um drei Jahre verschoben

Störungen, Verspätungen, Ausfälle – das Pünktlichkeitsziel der Bahn rückt in weite Ferne.
David Hammersen/epa AAP/dpa- Bahn verschiebt 70 %-Pünktlichkeitsziel im Fernverkehr von 2026 auf frühestens 2029.
- Bundesverkehrsminister Schnieder nennt bisherige Ziele „nicht annähernd erreichbar“.
- Ursprünglich war 75–80 % Pünktlichkeit bis 2027 im Sanierungsplan S3 vorgesehen.
- Umfangreiche Bauarbeiten machen selbst das neue Ziel „ambitioniert“, so Schnieder.
- Aktuelle Pünktlichkeit: 63,4 % im 1. Halbjahr 2025, im Juli nur 56,1 %.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat die Erwartungen an die Deutsche Bahn deutlich zurückgeschraubt. Frühestens ab 2029 sollen 70 Prozent der Fernverkehrszüge pünktlich unterwegs sein – das sagte Schnieder am Montag bei der Vorstellung seiner neuen Bahnstrategie. Die bisherigen Ziele der Bahn seien „nicht annähernd erreichbar“. Das bisherige Ziel der Bahn sah diese Quote bereits für 2026 vor.
Im Sanierungsplan S3, den Bahn-Chef Richard Lutz im vergangenen Jahr auf Wunsch von Schnieders Vorgänger Volker Wissing (FDP) vorgelegt hatte, war noch ein Pünktlichkeitsziel von 75 bis 80 Prozent bis 2027 vorgesehen. Angesichts umfangreicher Bauarbeiten im Netz sei selbst das neue Ziel „ambitioniert“, betonte Schnieder.
Schnieder will keine unrealistischen Versprechen machen
Die Zuverlässigkeit der Bahn sei das zentrale Anliegen seiner Strategie, sagte der Minister. „Pünktlichkeit ist dabei ein ganz wesentlicher Faktor.“ Er wolle jedoch keine unrealistischen Versprechen machen: „Die Situation ist mehr als schwierig. Da rauszukommen ist eine anspruchsvolle Aufgabe.“
Langfristig peilt das Ministerium eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent an, langfristig sogar 90 Prozent – ohne klare Jahreszahlen. Derzeit ist die Lage angespannt: Im ersten Halbjahr 2025 lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr bei nur 63,4 Prozent, im Juli fiel sie auf 56,1 Prozent, im August auf 59,6 Prozent.
