Mit der Übernahme des US-Rivalen Sprint will die Deutsche Telekom den nordamerikanischen Markt aufmischen. Die Fusion der Tochter T-Mobile US mit Sprint ist inzwischen in greifbare Nähe gerückt. T-Mobile US hatte unlängst kräftige Wachstumszahlen vorgelegt, an diesem Donnerstag (7.00 Uhr) veröffentlicht der Bonner Konzern sein gesamtes Zahlenwerk für das zweite Quartal.

Hohe Ausgaben für Mobilfunklizenzen

Am Heimatmarkt gibt es Sorgen. So belasten in Deutschland hohe Ausgaben für Mobilfunklizenzen die Kasse - 2,2 Milliarden Euro müssen die Bonner zahlen für das ersteigerte Spektrum, mit dem sie beim 5G-Mobilfunk lukrative Geschäfte machen wollen. Anders als der Konkurrent Vodafone hat der Ex-Staatsmonopolist noch keine Antennen für 5G-Kunden freigeschaltet. Allerdings spielt der ultraschnelle Standard für Privatleute bisher ohnehin eine untergeordnete Rolle, für die meisten mobilen Anwendungen reicht der Vorgängerstandard 4G, auch LTE genannt. Für die Industrie ist 5G hingegen von großer Bedeutung.

Die Telekom kommt in Deutschland zudem durch den Zusammenschluss von Vodafone mit dem regionalen Breitband-Anbieter Unitymedia unter Druck. Dadurch kann der Düsseldorfer Rivale schnelles Festnetz über TV-Kabel bundesweit anbieten, was seine Position wesentlich stärkt.